"Ich habe mich so geekelt": Ski-Star Maria Höfl-Riesch erzählt von der Nacht, als ein Fremder in ihrem Bett lag

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MARIA HFLRIESCH
In Sochi holte die Ski-Alpin Läuferin Olympia-Gold für Deutschland. | Getty Images
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Der Mann, der im Sommer 2016 in die Kitzbühler Wohnung der Ex-Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch einbrach, ist gefasst. Ein Gericht in Wien hat den 40-jährigen Vladimir O. zu drei Jahren Haft verurteilt.

Für die dreifache Olympiasiegerin in Ski Alpin ist der Einbrecher aber immer noch präsent, denn der Schock sitzt tief.

Jede Nacht verfolgt er sie in ihren Träumen. "Seit dem Einbruch leide ich unter Albträumen“, sagte sie nun erstmals in einem Interview für das Boulevard-Magazin "Bunte“. "Ich träume oft, wie ich aufwache und ein Mann im Zimmer steht“, sagt Höfl-Riesch.

Ein skrupelloses Verbrechen

Es ist der 8. August 2016. An jenem Montag stellt der Slowake Vladimir O. eine Leiter an das schicke Apartmenthaus in Kitzbühel und steigt in die oberste Etage des Hauses ein.

Dort haben Maria Höfl-Riesch und ihr Ehemann, der Manager Marcus Höfl, ein Penthouse bezogen. Von der großen Terrasse kann die Spitzensportlerin direkt auf die imposante Hahnenkammstrecke blicken.

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Maria Höfl-Riesch mit ihrem Ehemann Marcus Höfl. Credit: Getty Images

"Ich war in besagter Nacht in Rio bei den Olympischen Spielen“, erinnert sich Höfl-Riesch. Als Ski-Alpin Expertin reist sie für die ARD zu den großen Sport-Events der Welt.

Als sie ein paar Tage später wieder zurückkommt, offenbart sich ihr ein Horror-Szenario: "Wir konnten es nicht fassen. Die ganze Wohnung war verwüstet“, erzählt sie "Bunte“.

Der Einbrecher ging ohne jegliche Skrupel vor. Er verwüstete nicht nur die Wohnung, sondern fühlte sich dort gleich so wohl, dass er im Ehebett die Nacht verbrachte, sowie das Bad des Paars benutzte. "Ich habe mich so geekelt, als ich das Handtuch mit den Blutflecken fand und die Urinspuren an der Toilette sah", sagt Höfl-Riesch. Der Sach- und Wertschaden ist auf 10.000 Euro beziffert.

Der Schock sitzt immer noch tief

Doch nicht der materielle Verlust ist es, der Höfl-Riesch so trifft: "Es ist diese gruselige Vorstellung, dass ein Fremder in unseren privaten Sachen gewühlt – in unserem Bett geschlafen hat“, sagt sie.

Die Ermittler waren dem drogensüchtigen Einbrecher auf die Spur gekommen, weil er auf einem Handtuch in der Wohnung seine DNA-Spuren hinterlassen hatte. Er ist einschlägig vorbestraft und wurde im vergangenen Oktober auf Basis eines Europäischen Haftbefehls in seiner Heimat Slowakei festgenommen und dann nach Österreich ausgeliefert.

Alarmanlage und Sicherheitskameras zum Schutz

Maria Höfl-Riesch sagt, dass sie seit dem Zwischenfall schreckhafter und vorsichtiger geworden sei. Inzwischen hätten sie eine Alarmanlage und Sicherheitskameras installieren lassen. Doch mit der Angst hat sie immer noch zu kämpfen. "Wenn man nachts aufwacht und Geräusche hört, denkt man natürlich sofort an den Einbruch“, sagt sie.

Der slowakische Täter ist der Polizei nicht unbekannt. Er soll bereits seit Mitte 2011 Wohnungen, Kanzleien sowie Geschäfte in Salzburg, Tirol und Wien aufgebrochen haben.

Wegen schweren gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahls in 14 Fällen ist er für schuldig gesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft will in Berufung gehen.

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(ujo)

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