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04/05/2017 13:09 CEST | Aktualisiert 04/05/2017 14:22 CEST

Rätselhafter zweiter Fall: Maddie McCann ist nicht das einzige Kind, das an der Algarve verschwunden ist

Kein anderer Vermisstenfall ist so um die Welt gegangen, wie der der kleinen Madeleine McCann. Das dreijährige Mädchen ist am 3. Mai 2007 aus einer portugiesischen Ferienanlage verschwunden- bislang weiß niemand, was dem Kind passiert ist.

Im Video oben: Ex-Polizist hat eine Vermutung, wo sich das Mädchen befinden könnte

Auch vom kleinen René Hasee fehlt jede Spur - seit mittlerweile 21 Jahren. Der damals 6 Jahre alte Junge aus Bergheim in Nordrhein-Westfalen ist 1996 in Aljezur an der Algarve verschwunden. 35,5 Kilometer entfernt von dem Ort, in dem Maddie McCann verschwunden ist.

Die "Bild"-Zeitung stellt sich die Frage, wie die beiden Fälle zusammenhängen. Und führt ein Interview mit Renés Großeltern.

Sie erinnern sich auch nach 21 Jahren noch ganz genau an das Gespräch, das sie mit ihrer Tochter 1996 führten - als der Junge verschwunden ist. Sie rief aus dem Portugal-Urlaub an, weinte fürchterlich.

Sie hätten in einem Restaurant an der Düne Tintenfisch und Pommes gegessen, dann wollte der Junge zurück zum Strand.

"Es lag nur noch seine Kleidung am Boden"

"Er zog unten sein Hemd und seine Hose und die Schlappen aus", sagt Irmgard zur "Bild". Nur kurz soll die Mutter ihren Sohn aus den Augen verloren haben. Als sie wieder in seine Richtung sah, lag nur noch seine Kleidung am Boden. Der Junge war wie vom Erdboden verschluckt.

Mehr zum Thema: Portugiesischer Ermittler hat eine neue Theorie zu Maddie McCann - und sie könnte nicht grausamer sein

Sein Großvater Franz setzte sich sofort ins Auto und fuhr nach Portugal, wollte seiner Tochter beistehen. Er hängte, ebenso wie die McCanns, Plakate auf, sprach mit der Polizei, sogar Taucher waren im Einsatz. Die Polizei ging schnell davon aus, dass René ertrunken war.

Allerdings: Seine Fußspuren sollen schon an der Mitte des Strandabschnittes aufgehört und nicht ins Meer geführt haben.

Als Maddie verschwand, schöpfte Familie Hasee neue Hoffnung

2007 keimte dann neue Hoffnung auf. Als Maddie McCann im Mai verschwunden ist, hofften die Hasees, dass auch im Fall René neu ermittelt werden würde. Sie wandten sich auch an die deutsche Polizei, allerdings ohne Erfolg.

"Dort sagte man uns, die Ermittlungen zu René würden nur wieder aufgenommen werden, wenn es neue Erkenntnisse gibt – und die gab es ihrer Meinung nach nicht."

Trotzdem gibt die Familie die Hoffnung nicht auf. Sie sind sich sicher, dass René noch lebt. "Vermutlich hat er eine schlimme Zeit hinter sich, aber er lebt, das spüren wir", sagt Oma Irmgard der "Bild".

Die französische Organisation Fredi, die sich mit verschwundenen Kindern auf aller Welt beschäftigt, hat sich dem Fall René angenommen. Und zeigt, wie der Junge mittlerweile aussehen könnte:

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(ujo)