Publizist Köppel wirft Maischberger Befangenheit vor - und kann nicht glauben, wie sie reagiert

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MAISCHBERGER
Roger Köppel wirft Maischberger Befangenheit vor - und kann nicht glauben, wie sie reagiert | ARD
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In Sandra Maischbergers Talkshow darf man alles in Frage stellten. Nur wenn sie selbst kritisiert wird, reagiert die Moderatorin überraschend empfindlich. Das lernte der rechtskonservative Schweizer Publizist und Politiker Roger Köppel gestern.

In der gestrigen Folge ging es vor allem um den US-Präsidenten Donald Trump. Ein Einspieler der Redaktion listete auf, welche Wahlkampfversprechen Trump nicht umsetzen konnte.

Der US-Kongress verweigerte die Mittel für den Bau der Mauer an der Grenze zu Mexiko und lehnte auch die Abschaffung der Gesundheitsreform Obamacare ab. Richter stoppten Trumps Einreiseverbot für Muslime aus sieben Ländern. Auf der anderen Seite gelang es dem Präsidenten, Teile von Obamas Klimaschutzverordnungen rückgängig zu machen und erste Schritte für eine Steuerreform auf den Weg zu bringen.

"Wo ist unser Film tendenziös?"

Köppel ergriff das Wort. "Was dieser Film zeigt, ist für mich das eigentlich interessanteste Phänomen. Das nämlich die Journalisten eine derart einseitige Anti-Trump Agenda haben."

Maischberger war baff. Sie unterbrach Köppel. "Darf ich mal ganz kurz fragen - wo ist unser Film tendenziös?" Doch Köppel wollte weitermachen. "Lassen sie mich doch aussprechen..."

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Doch Maischberger setzte sich durch. "Nein, lass ich nicht - weil sie uns vorgeworfen haben, dass wir befangen sind." Köppel kann nicht glauben, dass die Moderatorin in einfach abwürgt. Doch die ist unerbittlich.

"Sie sind auf dem Anti-Trump-Trip“

Sie habe drei gescheiterte Projekte Trumps genannt und zwei erfolgreiche. "Wo ist das tendenziös?", fragte Maischberger.

Sie hätte die Nominierung des Richters für den Supreme Court ausgespart, die Befugnisse für verschärfte Grenzkontrollen im Süden und die gute Stimmung in der Wirtschaft der USA, sagte Köppel. "Das wird in dieser Weltuntergangsrunde tendenziös ausgeblendet - sie sind auf dem Anti-Trump-Trip“, warf er ihr vor.

Nicht sehr überzeugend - schließlich ging es in dem Einspieler um Wahlversprechen. Der Linke-Politiker Gregor Gysi entschärfte schließlich die Situation: "Ich bin doch froh, dass ihm so viel nicht gelungen ist."

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(ll)

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