Nach BVB-Attentat: Polizei sucht nach Bombenbauer - der vom IS beauftragt worden sein soll

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Nach BVB-Attentat: Polizei sucht nach Bombenbauer - der vom IS beauftragt wurde | dpa
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Das Attentat auf den Bus von Borussia Dortmund hat nicht nur Fußball-Fans bewegt. Der mutmaßliche Attentäter, der Deutsch-Russe Sergej W., sitzt in Untersuchungshaft.

Doch W. ist offenbar nicht der einzige, gegen den die Polizei wegen des Attentats ermittelt. Sie verfolgt offenbar auch die Spur eines Islamisten, wie die "Bild"-Zeitung berichtet.

Direkt nach dem Anschlag deutete aufgrund eines Bekennerschreibens viel auf einen islamistisch motivierten Anschlag hin. Die Polizei nahm sich alle Gefährder in der näheren Umgebung vor, die nach Meinung der Ermittler in der Lage sind, Anschläge zu verüben.

Dabei gerieten sie offenbar schnell auf die Spur des Irakers Abdul Baset A. Der ist schon seit November im Visier der Staatsschützer.

Ermittler hörten Telefongespräch aus Syrien mit

Der Grund: Seine Ehefrau hatte die Behörden vor ihm gewarnt.

A. lebt offenbar unter mehreren Identitäten in Deutschland und soll Kontaktmann zu einer deutschen Zelle der Terrormiliz IS sein. Eben diese Zelle soll im Januar einen Anschlag in Berlin geplant haben.

A. sei in Syrien für Anschläge in Deutschland ausgebildet worden, schreibt die "Bild". A. wurde anschließend rund um die Uhr überwacht. Dabei hörten die Ermittler ein Telefonat mit, das von einem syrischen Handy aus ging.

Wer ist der Bombenbauer?

Der Anrufer bestätigte A. offenbar, dass "die Bomben fertig sind". Kurz darauf fand dann der Anschlag auf den BVB-Bus statt - und die Polizei hatte schnell A. in Verdacht. Und dachte, bei den erwähnten Bomben handle es sich um die in Dortmund explodierten.

Aber: Das war wohl ein Trugschluss.

Seitdem sucht die Polizei nach dem Anrufer und dem Bombenbauer - und den Sprengsätzen, von denen der Anrufer sprach. A. sitzt in Untersuchungshaft, sagt den Behörden jedoch nichts.

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(poc)

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