SPD in der Umfrage-Krise: Für Kanzlerkandidat Schulz geht es weiter abwärts

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  • In der aktuellen Forsa-Umfrage verliert die SPD zwei Prozentpunkte - und landet unter der 30-Prozentmarke
  • Kanzlerkandidat Schulz scheint die falsche Strategie im Wahlkampf gewählt zu haben
  • Das Ergebnis der Umfrage seht ihr auch oben im Video

Neuer Dämpfer für SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz: Die SPD büßt in einer neuen Forsa-Umfrage zwei Prozentpunkte ein und fällt wieder unter die 30-Prozent-Marke. Nach dem jüngsten "Stern-RTL-Wahltrend" landen die Parteien bei folgenden Ergebnissen:

► CDU/CSU: 36 Prozent
► SPD: 28 Prozent (- 2 Zähler)
► Grüne: 8 Prozent (+ 1 Zähler)
► AfD: 8 Prozent (- 1 Zähler)
► Linke: 8 Prozent
► FDP: 7 Prozent (+ 1 Zähler)

Das Forsa-Institut befragte für die Umfrage vom 24. bis 28. April 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

Merkel ist deutlich beliebter

Auch im Vergleich mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht es für SPD-Mann Schulz nicht gut aus. Merkel legt bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz drei Prozentpunkte zu, während Schulz zwei Prozentpunkte verliert.

Wenn der Kanzler direkt gewählt werden könnte, würden sich laut Forsa 47 Prozent der Wahlberechtigten für Merkel entscheiden und 28 Prozent für Schulz.

Vertrauen in die SPD sinkt

Abwärts geht es für die SPD auch beim Kompetenzwert: Der SPD trauen der Umfrage zufolge aktuell nur noch 11 Prozent der Bundesbürger zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden.

Das sind zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Der Wert sinkt damit wieder auf das Niveau vor der Nominierung von Schulz zum Kanzlerkandidaten. Die Union erreicht bei dieser Frage 32 Prozent.

Wo ist Schulz?

Zuletzt war Schulz aus der Bundespolitik verschwunden - zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung. Der SPD-Kanzlerkandidat widmete sich dem Landtagswahlkampf, etwa in Nordrhein-Westfalen.

Schulz hat eine riskante Strategie gewählt. Es scheint, dass der Schulz-Effekt, also die Euphorie über seine Kandidatur, verfolgen ist. Darauf deuten die sinkenden Umfragewerte hin.

Mehr zum Thema: Wo ist Martin Schulz? Die riskante Wahlkampfstrategie des SPD-Kandidaten

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(cho
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