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03/05/2017 10:56 CEST | Aktualisiert 03/05/2017 11:39 CEST

Apple verkauft immer weniger iPhones - und macht trotzdem mehr Gewinn

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Apple verkauft immer weniger iPhones - und macht trotzdem mehr Gewinn (Archivbild)

  • Zum ersten Mal seit Jahren werden weniger iPhones verkauft als angenommen

  • Apple-CEO Tim Cook zufolge sind Berichte über den Release der neuen iPhone Generationen Schuld am Einbruch der Verkaufszahlen

  • Der Erfolg des iPhone 7 Plus und der große Absatz der iMacs bringen dem Unternehmen hohe Gewinne ein

Apple hat 2016 erstmals weniger iPhones als im Vorjahr verkauft. Das iPhone 7 sollte Abhilfe schaffen - doch die iPhone-Verkäufe sind im im ersten Quartal 2017 zur Überraschung der Wall Street wieder leicht gesunken. Wie konnte das Unternehmen jetzt trotzdem Gewinne in Milliardenhöhe einfahren?

Den Ausschlag für die unerwartet hohen Gewinne gab laut Apple-Chef Tim Cook unter anderem der Erfolg des größeren und teureren iPhone 7 Plus, bei dem Apple selbst die Nachfrage unterschätzt hatte.

Gerüchte um die neuen iPhones senken die Verkaufszahlen

Apple verkaufte 2016 knapp 50,8 Millionen iPhones. Im Jahr zuvor waren es noch 51,2 Millionen verkaufte Geräte gewesen.

Apple-Chef Tim Cook führte den Rückgang laut dem "Business Insider" auf frühe und ausführliche Berichte über die nächsten iPhone-Generationen zurück, mit denen für Herbst gerechnet wird.

Eines von ihnen soll ein rund 1000 Dollar teures High-End-Gerät sein. Für die neuen iPhone-Modelle wird zudem ein komplett neues Design erwartet, nachdem die Geräte sich seit Herbst 2014 äußerlich kaum verändert haben. Außerdem dürfte das neue iPhone 8 - ähnlich wie Samsungs jüngstes Galaxy S8 - ein größeres Display bei gleicher Gehäuse-Größe bekommen.

Tim Cook glaubt demnach, dass die Apple-Kunden weniger alte iPhone-Modell mehr kaufen, weil sie schon auf das neue und verbesserte iPhone 8 warten.

Das iPhone 7 Plus war ein Überraschungserfolg

Derweil konnte sein Unternehmen trotz des Absatz-Rückgangs bei den iPhones seinen Gewinn von 32,86 auf 33,25 Milliarden Dollar steigern. Das lag daran, dass sich mehr Käufer für das iPhone 7 Plus entschieden.

Cook räumte nach Vorlage der Zahlen selbstkritisch ein: “Eine der Sachen, bei denen wir falsch lagen, war das Verhältnis zwischen dem iPhone 7 und iPhone 7 Plus.” Es habe einige Zeit gedauert, bis Apple das Angebot angepasst habe.

Apple verfügt jetzt über Geldreserven von knapp 256,8 Milliarden Dollar. Ein Geldproblem hat das Unternehmen also nicht - auch wenn das iPhone nicht sein einziges Sorgenkind ist.

Mac-Computer boomen, das iPad floppt

Denn das iPad war im Jahr 2016 ein echter Flop. Ein Rückgang der Stückzahlen um 13 Prozent auf gut 8,9 Millionen Geräte ging mit einem Umsatzminus von 12 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar einher.

Immerhin_ Die Mac-Computer erwiesen sich im vergangenen Quartal als wichtige Stütze des Geschäfts. Ihr Absatz rückte im Jahresvergleich um vier Prozent auf 4,2 Millionen Geräte vor und die Erlöse stiegen um 14 Prozent auf 5,85 Milliarden Dollar.

Zum Geschäft mit der Apple Watch macht das Unternehmen weiterhin keine konkreten Angaben. Cook sagte lediglich, dass sich die Verkäufe im Jahresvergleich fast verdoppelt hätten. Apple war nach dem Start der Uhr vor zwei Jahren aus dem Stand zum Marktführer im Smartwatch-Geschäft geworden.

Zeitweise war der Absatz aber rückläufig und erst mit der zweiten Generation im vergangenen Herbst bekam das Produkt wieder Auftrieb.

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(jg)

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