Michelle Obama wollte einst weltweit Mädchen zur Schule schicken - nun steht ihr Vermächtnis vor dem Aus

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MICHELLE OBAMA
Michelle Obama setzte sich als First Lady für "Let Girls Learn" ein. | Mike Segar / Reuters
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  • US-Medien berichten, dass die Trump-Regierung ein Programm zur Schulbildung von Mädchen in der Dritten Welt beendet habe
  • Michelle Obama hat die Initiative "Let Girls Learn" ins Leben gerufen
  • Dadurch sollen Mädchen in Entwicklungsländern zu einer besseren Bildung kommen

Michelle Obama ist eine Powerfrau: Die Juristin mit Harvard-Diplom arbeitete in Chicago als Anwältin, als sie ihren zukünftigen Ehemann, Barack Obama, kennenlernte. Jahrelang setzte sie sich für soziale Anliegen ein, führte gar eine Nichtregierungsorganisation.

Natürlich trat sie auch nicht leiser, als ihr Ehemann 2009 als US-Präsident ins Weiße Haus zog. Michelle Obama engagierte sich als First Lady für eine gesündere Ernährung und mehr Sport für Kinder:

michelle obama

Unter dem Motto "Let's Move" tanzte sie gar vor und wollte so das ganze Land für mehr Aktivität im Alltag begeistern.

Bildung für Mädchen in armen Ländern

Als große Errungenschaft von ihr gilt auch die Initiative "Let Girls Learn", die sie 2015 gemeinsam mit Barack Obama startete. Das Ziel: Auch Mädchen in Entwicklungsländern sollten Zugang zu einer guten Bildung erhalten.

Doch nun droht "Let Girls Learn" das Ende: Wie verschiedene US-Medien berichten, sei das Programm eingestellt worden.

Das belege eine interne E-Mail an Mitarbeiter des Peace Corps, berichtet der Nachrichtensender CNN. Die auf die Initiative von Präsident Kennedy 1961 gegründete Organisation unterstützt Entwicklungsländer und entsendet Amerikaner für einige Jahre, um so die Völkerverständigung zu fördern. Gemeinsam mit der US-Entwicklungsbehörde war das Peace Corps auch für die Umsetzung von "Let Girls Learn" verantwortlich.

Da "Let Girls Learn" gemeinsam vom Peace Corps und der US-Entwicklungsbehörde betrieben wurde, waren die Schuldigen schnell gefunden: Donald Trump und sein Team sollen für den abrupten Stop verantwortlich sein.

Weißes Haus weiss von nichts

Das Weiße Haus dementiert diese Vorwürfe. "Es gab keine Änderungen am Programm und keine Änderungen sind genehmigt worden", äußerte sich ein Sprecher des Weißen Hauses gegenüber "Daily News".

Noch ist nicht klar, was stimmt. Möglich ist, dass das Weiße Haus realisiert hat, wie beliebt das Programm ist und nun einen Rückzieher macht. Oder Präsident Trump und sein Team haben "Let Girls Learn" tatsächlich den Stecker gezogen und streuen nun "Alternative Facts", um das zu kaschieren.

Denkbar ist aber auch, dass die E-Mail, welche scheinbar im Peace Corps zirkulierte und nun diese Woche an die Öffentlichkeit gelang, schlicht falsche Aussagen macht.

Klar ist aber: Viele der Errungenschaften, die die beiden Obamas den USA brachten, sind nach dem Machtwechsel in Washington in Gefahr. "Let Girls Learn" könnte das erste Opfer sein.

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(bp)

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