IS bekennt sich zu Anschlag auf Nato-Konvoi in Kabul mit 8 Toten

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KABUL
Heftige Explosion in der Nähe der US-Botschaft in Kabul | dpa
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  • In Kabul sind bei einem Anschlag auf einen Nato-Konvoi mindestens acht Zivilisten gestorben
  • Die Terrormiliz Islamischer Staat hat die Tat für sich reklamiert

Im dichten Morgenverkehr der afghanischen Hauptstadt Kabul ist am Mittwoch nach Angaben des afghanischen Innenministeriums ein internationaler Militärkonvoi angegriffen worden.

Bisher wisse man von mindestens acht toten und 25 verletzten Zivilisten, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Auch drei US-Soldaten sind verletzt worden. Das bestätigte ein Sprecher der Nato-Mission Resolute Support, Bill Salvin, am Mittwochmorgen.

Die gepanzerten Fahrzeuge seien mit einer am Straßenrand verborgenen Bombe angegriffen worden. Sie hätten aber selbstständig zur Basis zurückkehren können.

Der Anschlag ereignete sich um kurz nach 8 Uhr (Ortszeit) nahe der US-Botschaft und dem belebten Verkehrsknotenpunkt um den Massud-Platz.

Zu dieser Zeit waren in diesem Teil der Stadt Tausende Menschen auf dem Weg zur Arbeit, vor allem zu Regierungsinstitutionen. Bilder auf sozialen Medien zeigten zwei ineinander verkeilte schwere Panzerfahrzeuge.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich Mittwochmittag zu dem Anschlag bekannt.

In einer über das IS-Sprachrohr Amak veröffentlichten Meldung heißt es unter Berufung auf eine "Sicherheitsquelle", dass ein "Märtyrer" des Islamischen Staates seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen gegen eine Kolonne der US-Streitkräfte nahe der US-Botschaft in Kabul gezündet habe.

Resolute Support hingegen berichtete, Ursache der Explosion sei ein am Straßenrand verborgener Sprengsatz gewesen.

Die radikalislamischen Taliban, aber auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben in Kabul seit Jahresbeginn bereits mindestens fünf große Anschläge begangen und dabei mehrere hundert Zivilisten getötet oder verletzt.

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(ll)

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