Wahl-O-Mat Schleswig-Holstein: Welche Partei ihr für euch wählen solltet

Veröffentlicht: Aktualisiert:
WAHLOMAT
Alle kandidierenden 13 Parteien unterstützen den Wahl-O-Mat Schleswig-Holstein 2017 | bpb
Drucken
  • Alle kandidierenden 13 Parteien unterstützen den Wahl-O-Mat Schleswig-Holstein 2017
  • Das nördliche Bundesland wählt am 7. Mai einen neuen Landtag
  • Wie das bpb-Tool funktioniert

Schleswig-Holstein wählt am 7. Mai einen neuen Landtag. Seit 2012 regieren SPD, Grüne und SSW in Kiel - und diese Koalition wollen die Parteien auch nach dem Urnengang fortsetzen.

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein, die das Meinungsforschungsinstitut INSA für die "Bild"-Zeitung durchgeführt hat, führt die CDU mit 33 Prozent klar vor der SPD, die auf 29 Prozent zurückfällt. Die Grünen kommen demnach auf 12 Prozent, die Freien Demokraten auf 10 Prozent.

Knapp könnte es der Umfrage zufolge für Linke und AfD werden, die nach dieser Umfrage auf jeweils 5 Prozent kommen. Der SSW, der von der Fünf-Prozenthürde befreit ist, erreicht 4 Prozentpunkte. (Sonstige: 2 Prozent).

Das ZDF-"Politbarometer" hatte nach einer am vergangenen Donnerstag veröffentlichten Umfrage erstmals die CDU (32 Prozent) im Norden vor der regierenden SPD (30 Prozent) gesehen. In früheren Umfragen hatten die mit Grünen und SSW regierenden Sozialdemokraten immer knapp vor den Christdemokraten gelegen.

Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein

Insgesamt 13 Parteien und Vereinigungen wollen am 7. Mai in den Landtag einziehen und werben aktuell um die Stimme der rund 2,25 Millionen Wahlberechtigten in Schleswig-Holstein. Erstmals dürfen zudem Jugendliche bereits ab 16 Jahre wählen, die deutsche Staatsangehörigkeit ist Voraussetzung.

Vorab werden aber nicht nur Erstwähler sich informieren, welche Partei am besten zu einem passt. Eine spielerische Möglichkeit sich zu orientierten, bietet die Bundeszentrale für politische Bildung: den Wahl-O-Mat in Deutsch, Dänisch und Friisk.

Hier findet ihr den Wahl-O-Mat Schleswig-Holstein 2017

So funktioniert das bpb-Tool

Alle 13 Parteien haben für das Tool der bpb Thesen zu Wahlkampfthemen wie Bildungspolitik, der Windkraftausbau, das Thema innere Sicherheit und die Verkehrspolitik beantwortet.

Der Wahl-O-Mat umfasst nun 38 von Jungwählern ausgewählte Thesen, so zum Beispiel diese:

  • Videoüberwachung: Mehr Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen!
  • Abitur nach neun Jahren: An allen Gymnasien in Schleswig-Holstein soll das Abitur wieder ausschließlich nach 9 Jahren (G9) abgelegt werden.
  • Adoptionsrecht für Homosexuelle: Das Land soll sich dafür einsetzen, dass gleichgeschlechtliche paare ein gemeinsames Adoptionsrecht erhalten.
  • Landärzte: Medizinstudierende, die sich verpflichten, später als Landärzte zu arbeiten, sollen ein Stipendium vom Land erhalten.

Politik-Interessierte können in dem interaktiven Tool nun ebenfalls ihre Meinung zu den Standpunkten abgeben: stimme zu, stimme nicht zu - oder neutral. Auch die Option "These überspringen" wird angeboten.

Abschließend können die Wahl-O-Mat-Nutzer ihre Antworten gewichten und ihre Position mit bis zu acht der teilnehmenden Parteien vergleichen.

Anhand der Daten zeigt der Wahl-O-Mat dann ein Ergebnis an. In Prozent wird angegeben, wie sehr sich die eigenen Antworten mit denen der Parteien decken.

Wichtig zu wissen: "Hohe Übereinstimmungen Ihrer Antworten mit mehreren Parteien bedeuten nicht zwangsläufig eine inhaltliche Nähe dieser Parteien zueinander."

Zudem gibt es die Möglichkeit, zu erfahren, wie die ausgewählten Parteien, zu den Thesen stehen - und auch warum.

Damit kann dieses Tool bpb eine Hilfe für die Wahl sein. Jedoch sollte sich jeder Wähler vor der Stimmabgabe am besten nochmals tiefergehend über seine favorisierte Partei informieren. Denn der Wahl-O-Mat ist ein informatives Spiel.

Das könnte euch auch interessieren: Sozialwahl 2017: Worum es geht, wer zur Wahl steht

Das sind die Spitzenkandidaten

In der Wählergunst liegt Umfragen zufolge Ministerpräsident Torsten Albig (SPD, 53) deutlich vor seinem relativ wenig bekannten CDU-Herausforderer Daniel Günther (43).

Die Grünen gehen mit Finanzministerin Monika Heinold (58) ins Rennen um die Wählergunst. Die FDP setzt auf ihren populären Fraktionschef Wolfgang Kubicki (65). Frontmann der Piraten ist Fraktionschef Patrick Breyer. Für die AfD tritt der Landesvorsitzende Jörg Nobis an, für die Linke die Soziologin Marianne Kolter.

Wie wird gewählt?

Jeder Wähler hat zwei Stimmen: Die Erststimme für einen Direktkandidaten, die Zweitstimme für eine Partei. Es gilt eine Fünf-Prozent-Hürde, von der nur der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) als Partei der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein ausgenommen ist.

Das könnte euch auch interessieren: Dänische Partei will Deutschland verkleinern - und dieses Gebiet für sich beanspruchen

Mit dpa-Material.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Korrektur anregen