Von der Leyen sagt USA-Reise wegen Bundeswehr-Skandal ab

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Von der Leyen sagt USA-Reise wegen Bundeswehr-Skandal ab | dpa
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  • Verteidigungsministerin von der Leyen hat ihre für Mittwoch geplante USA-Reise abgesagt
  • Die Aufklärung des Falls des Terrorverdächtigen Franco A. stehe jetzt im Vordergrund
  • Laut einem Medienbericht gibt es Hinweise auf eine rechtsextreme Zelle in der Bundeswehr

Wegen der Ermittlungen gegen einen terrorverdächtigen Bundeswehr-Offizier hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen eine für diesen Mittwoch geplante Reise in die USA kurzfristig abgesagt.

"Für die Ministerin steht die Aufklärung der aktuellen Vorgänge um den Oberleutnant A. aus Illkirch im Vordergrund", teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag in Berlin mit.

Hinweise auf rechtsextremistisches Netzwerk

Das Verteidigungsministerium hat im Fall des terrorverdächtigen Offiziers Franco A. einem Medienbericht zufolge Hinweise auf ein kleines rechtsextremistisches Netzwerk in der Truppe gefunden.

Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) wird von einer Gruppe von bis zu fünf Personen ausgegangen.

Der Offizier und ein 24-jähriger mutmaßlicher Komplize sitzen in Untersuchungshaft.

Scharfe Kritik an von der Leyen

Der verdächtige Franco A. eine Liste für mögliche Anschläge und Angriffe auf Personen geführt haben. Er hatte sich eine falsche Identität als syrischer Flüchtling zugelegt.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte der Bundeswehr in diesem Fall Fehler vorgeworfen. Der Bundeswehrverband und verschiedene Politiker kritisierten von der Leyen dafür scharf. SPD-Politiker Rainer Arnold warf ihr vor, ihr ein Haltungsproblem zu haben.

Mit Material der dpa

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(lp)

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