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02/05/2017 16:18 CEST | Aktualisiert 02/05/2017 17:26 CEST

Oberleutnant unter Terrorverdacht: Franco A. wollte laut Medienbericht Joachim Gauck und Heiko Maas töten

Florian Gaertner via Getty Images
Oberleutnant unter Terrorverdacht: Franco A. wollte laut Medienbericht auch Joachim Gauck und Heiko Maas töten

Der Bundeswehr-Skandal nimmt bizarre Züge an.

Nach Informationen des "Tagesspiegels“ wollte der terrorverdächtige Bundeswehr-Offizier Franco A., der ein Doppelleben als falscher syrischer Flüchtling führte, den ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck und Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) umbringen.

Der Verdächtige war zuletzt in einer Kaserne stationiert, in der rechtsextremes Gedankengut zumindest in Teilen akzeptiert gewesen sein muss.

Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) war der Soldat zudem Mitglied eines kleinen, rechtsextremen Bundeswehr-Netzwerks, in dem bis zu fünf Menschen organisiert gewesen sein sollen.

Hakenkreuze und Wehrmachts-Kitsch

Nach Informationen des Verteidigungsministeriums fanden die Inspekteure des Heeres und der Streitkräftebasis bei einem Besuch an dem Standort in Illkirch Hakenkreuz-Kritzeleien auf Wänden und auf einem Sturmgewehr. An den Wänden hingen zudem Landser-Bilder und andere "Wehrmachts-Souvenirs".

Von der Leyen hatte nach der Festnahme von Franco A. in der vergangenen Woche in einem offenen Brief an die Angehörigen der Bundeswehr erklärt, die jüngsten Skandale in der Truppe seien keine Einzelfälle mehr. Sie ging damit etwa auf die seit langem intern bekannte rechtsextreme Haltung des inhaftierten Oberleutnants Franco A. und auf Mobbing-Fälle in einer Pfullendorfer Kaserne ein.

Die Existenz einer Todesliste war bereits am Wochenende bekannt geworden. Auf ihr soll neben Gauck und Maas auch die Berliner Linken-Politikerin Anne Helm stehen.

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