WhatsApp, Instagram und Snapchat: nicht in die Cybermobbing-Falle tappen!

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Kinder und Jugendliche haben ihr Smartphone immer dabei – und nutzen damit beliebte Kommunikations-Apps wie Snapchat, WhatsApp und Instagram. Die dort in Sekundenschnelle geteilten Inhalte können jedoch leicht in falsche Hände geraten. Damit deine Kinder nicht zum Opfer von Cybermobbing werden, solltest du sie deshalb für den sicheren Umgang mit den eigenen Daten sensibilisieren.

Ein Selfie posten, sich gegenseitig lustige Fotos und Videos schicken, in einer Gruppe mit den Klassenkameraden plaudern: Kinder kommunizieren heute oft und gerne mit dem Smartphone. Beliebte Apps wie Snapchat, WhatsApp und Instagram machen es einfach, sich mit anderen zu unterhalten und Aufnahmen zu veröffentlichen.
Doch Kinder gehen oft zu sorglos mit den Informationen und Bildern um, die sie posten. Sie machen sich zu wenig Gedanken darüber, wer das alles sehen und was damit passieren kann. Dabei ist Cybermobbing auch auf solchen Plattformen ein wichtiges Thema, denn auch dort werden Kinder und Jugendliche beleidigt oder ausgegrenzt.

Niemand hat die Kontrolle, was mit Inhalten passiert

Vertrauliche Chats und Fotos können blitzschnell an andere weitergeleitet werden. Sind sie jedoch einmal im Umlauf, kann niemand mehr kontrollieren, was damit geschieht: Kopiert sie jemand, speichert sie auf dem eigenen Rechner und verteilt sie in einer WhatsApp-Gruppe oder gar im Internet? Andere schauen sich dann die Inhalte an und machen sich vielleicht darüber lustig. Das Kind wird zur Zielscheibe von Cybermobbing. Dass das unbedarfte Veröffentlichen von Fotos oder Videos schlimme Folgen haben und Cybermobbing begünstigen kann, ist deinem Kind wahrscheinlich nicht klar. Du solltest ihm daher erklären, was es besser nicht bei WhatsApp, Snapchat oder Instagram veröffentlicht.

Welche Inhalte man niemals teilen sollte

Persönliche, peinliche und freizügige Bilder sollten grundsätzlich tabu sein. Das gilt auch für sonstige sensible Informationen wie Bankdaten, Passwörter oder die eigene Adresse. In Ordnung sind dagegen Fotos, auf denen man die gezeigte Person nicht so genau erkennt oder sonstige harmlose Aufnahmen. Eine gute Faustregel für dein Kind lautet: Würde ich dieses Foto oder diese Message im Klassenzimmer oder auf dem Schulhof aufhängen? Darüber hinaus solltest du gemeinsam mit deinem Kind seine Profile und Sicherheitseinstellungen in den Apps überprüfen: Welche Fotos hat es bereits veröffentlicht? Wer kann die Inhalte sehen? Wir verraten hier die wichtigsten Einstellungen für Snapchat, WhatsApp und Instagram.

Snapchat: Bilder verschwinden nicht einfach

Die Foto- und Video-App Snapchat setzt auf Schnelllebigkeit: Schnappschüsse werden unkompliziert mit Emoticons, Symbolen und Text verziert und versendet. Die kann der Empfänger höchstens bis zu zehn Sekunden lang ansehen. Deshalb glauben viele Nutzer, dass das verschickte Foto – Snap genannt – danach gelöscht ist. Das ist aber falsch. Der Empfänger kann es zum Beispiel mit einem Screenshot sichern. Oder mit Hilfe einer Spezial-App einfach speichern. Verhindern kann das der Absender nicht. Viele Snapchat-Nutzer schicken sich gerne lustige, peinliche oder freizügige Aufnahmen – weil sie ja scheinbar nur kurz sichtbar sind. Du solltest deinem Kind unbedingt klarmachen, dass solche Fotos niemals ins Internet gelangen sollten – und das sie, wenn sie einmal dort gelandet sind, nie wieder verschwinden werden.
  • Jeder, der weiß, wie dein Sohn oder deine Tochter bei Snapchat heißt, kann ihn oder sie in der App als Kontakt hinzufügen und Bilder senden. Du solltest deshalb festlegen, dass Fremde das nicht dürfen, etwa andere Schüler. Tippe auf das Geist-Symbol und dann auf das Zahnrad. Dort steht der Punkt „Mir Snaps senden“. Wähle dort: „Meine Freunde“ aus.
  • Aber was ist, wenn ein vermeintlicher Freund beginnt, dein Kind via Snapchat mit fiesen Bildern zu bombardieren?
  • Zeige deinem Sohn oder deiner Tochter, wie er oder sie einen anderen Nutzer blockiert. Dann kann der andere nicht mehr mit ihm oder ihr in Kontakt treten und nichts schicken. Dazu tippt man in der Freundesliste auf den Namen des Nutzers und anschließend auf das Zahnrad oben in der Ecke. Nach einem weiteren Tippen auf „Blockieren“ folgt die Frage, ob man das wirklich tun will. Mit „Ja“ ist der Kontakt dann gesperrt.
  • Fiese Snaps oder jemanden, der dein Kind mobbt, kann man auch direkt bei der Plattform melden. Dazu tippst du auf das Geistsymbol und das Zahnrad. Suche in der Liste den Punkt „Support“ und tippe dort auf „Richtlinien und Sicherheit“. Nun kannst du einzelne Snaps oder Nutzer melden.

WhatsApp: Gruppen verlassen und andere blockieren

Viele Kinder und Jugendliche nutzen den beliebten Messenger-Dienst WhatsApp zum Chatten. Damit kann man Bilder, Videos, Emoticons und Texte an einzelne oder parallel an mehrere Personen senden. In WhatsApp-Gruppen versammeln sich zum Beispiel alle Schüler einer Klasse oder die Mitglieder eines Sportvereins. Das ist praktisch, weil alle alles mitbekommen. Es kann aber schlimm werden, wenn jemand in einer solchen Gruppe gemobbt wird.
  • Das Kind kann eine WhatsApp-Gruppe einfach verlassen: Dazu tippt man lang auf den Namen der Gruppe und wählt das Menü aus, das sich hinter den drei Punkten verbirgt. Dort steht der Auswahlpunkt „Gruppe verlassen“.
  • Auch bei WhatsApp kann man Mitglieder blockieren, die das Kind quälen: Man tippt auf den Namen in der Kontaktliste und wählt oben das graue Feld „Blockieren“ aus.
  • Jeder, der die Handynummer deines Kindes kennt, kann sein Profilbild und seinen Status bei WhatsApp sehen. Damit lässt sie sich auch als Vorlage fürs Mobbing verwenden. Man kann aber beide so einstellen, dass sie nur für Kontakte aus dem Adressbuch erkennbar sind.
  • Dazu rufst du in WhatsApp den Menüpunkt „Account“ auf und dort „Datenschutz“. Tippe auf „Profilbild“ und stelle ein, dass nur Kontakte das Foto sehen können. Unter „Datenschutz“ ist auch der „Status“ zu finden, den du ebenfalls nur für Kontakte sichtbar machen kannst.

Instagram

Instagram ist ein Netzwerk, das sich auf Bilder konzentriert: Mit dem Smartphone nimmt man ein Foto oder Video auf, bearbeitet es mit Filtern und veröffentlicht es. Die Plattform nutzen auch viele Kinder und Jugendliche. Doch die App hat ein paar Fallstricke: Alles, was dein Kind dort postet, ist öffentlich und für alle sichtbar. Um zu verhindern, dass andere die Fotos herunterladen, verfremden und für Cybermobbing nutzen können, ist es besser, das Profil auf „privat“ zu stellen. Dann können nur Freunde die Bilder sehen.
  • Um das Profil auf privat umzustellen, tippst du in der Instagram-App auf die Figur rechts unten und wählst die drei Punkte (Android) bzw. das Zahnrad (iPhone). Nun suchst du den Punkt „Privates Konto“ und schiebst den Regler nach rechts.
  • Auch bei Instagram kann man Nutzer blockieren, die Sohn oder Tochter nerven oder mobben.
  • Zuerst wählst du den Namen des Betroffenen aus, anschließend die drei Punkte oben rechts. Es öffnet sich ein neues Fenster mit dem Feld „Blockieren“. Auch hier ist es möglich, jemanden zu „melden“, der dein Kind quält.
Das sind die wichtigsten, aber noch längst nicht alle Möglichkeiten, wie du das Profil deines Kindes bei WhatsApp, Instagram und Snapchat besser abschotten kannst. Vielleicht bist du trotzdem noch unsicher, was die Möglichkeiten und Risiken dieser Plattformen angeht und hättest dazu gerne Rat von Profis. Dann kannst du dich an die Experten der Computerhilfe Plus der Telekom wenden. Die helfen dir bei allen Fragen zur Privatsphäre, zu Sicherheitseinstellungen bei Whatsapp, Snapchat & Co. Sie können sogar mit dir gemeinsam direkt per sicherem Fernzugriff alles Wichtige einstellen. Und dazu haben sie wertvolle Tipps für die sichere Nutzung von Chats und sozialen Netzwerken. Die Computerhilfe Plus erreichst du online unter www.telekom.de/computerhilfe-plus

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