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01/05/2017 12:47 CEST | Aktualisiert 01/05/2017 13:06 CEST

Dieser Rucksack gleicht einer kleinen Arztpraxis - Helfer retten damit Flüchtlingen das Leben

MSF
Dieser Rucksack gleicht einer kleinen Arztpraxis - Helfer retten damit auf Flüchtlingstrecks Leben

  • Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen versorgen Menschen im Sudan - nur mit einem Rucksack ausgerüstet

  • 25.000 Menschen sind Ende April aus der Umgebung der Stadt Kodok geflohen

Seit 2013 herrscht im Sudan ein brutaler Bürgerkrieg. Zehntausende Menschen sind gestorben, hunderttausende hungern oder sind auf der Flucht.

Den Menschen fehlt es nicht nur an Wasser oder Nahrung, sondern auch an grundlegendster medizinischer Versorgung. Denn viele Krankenhäuser haben ihren Betrieb eingestellt, berichtet die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen.

Um trotzdem Hilfe leisten zu können, hat die Organisation seinen Mitarbeitern einen Notfall-Rucksack mitgegeben, der einer Arztpraxis gleicht.

"Lebensrettende Operationen"

Darin befinden sich unter anderem Antibiotika, Malaria-Tests und -medikamente, sterile Verbände oder auch Tabletten zur Wasserreinigung.

29 Helfer seien damit im Südsudan an der Grenze im Einsatz, berichtet das Online-Portal "Wired".

Damit können die Helfer den Menschen schon auf dem Weg ins nächste Flüchtlingscamp helfen. Ende April flohen laut Ärzte ohne Grenzen rund 25.000 Menschen aus der Umgebung der Stadt Kodok im Südsudan. Bis zum nächsten Camp bräuchten die Vertriebenen fünf Tage, wenn sie gesund sind, berichtet "Wired".

"Unsere Ärzte konnten lebensrettende Operationen mit einfachen Kompressen durchführen", sagt Ana Santos gegenüber "Wired", die eine Abteilung von Ärzte ohne Grenzen in Nairobi leitet.

Ohne den Rucksack, sagt Santos, seien viele Menschen sehr weit von einer ersten Hilfe entfernt.

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(mf)

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