POLITIK
01/05/2017 22:18 CEST | Aktualisiert 02/05/2017 00:31 CEST

Frankreichs Rechtspopulistin Le Pen wirft ihrem Gegner vor, sich Merkel zu unterwerfen

Charles Platiau / Reuters
Marine Le Pen, French National Front (FN) political party leader and candidate for French 2017 presidential election, arrives at her campaign headquarters in Paris, France, April 28, 2017. REUTERS/Charles Platiau

  • Vor der Endrunde der Präsidentschaftswahl in Frankreich wählen die Kandidaten scharfe Worte

  • Die Rechte Le Pen wirft ihrem Konkurrenten vor, sich Deutschland zu unterwerfen

  • Macron dagegen bezichtigt Le Pen der Lüge

Vor der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich wird der Ton immer aggressiver.

Marine Le Pen, Kandidatin des rechten Front National, warf bei einem Treffen in Villepinte bei Paris ihrem Kontrahenten Emmanuel Macron vor, die Finanzwelt und die Globalisierung zu vertreten:

"Ich rufe euch auf, die Finanz, die Arroganz und die Herrschaft des Geldes zu verhindern", rief sie Tausenden Anhängern zu.

Die 48-Jährige fügte hinzu, Macron wolle Frankreich "der deutschen Kanzlerin" unterwerfen. Le Pen hatte sich im Wahlkampf mehrfach kritisch über Deutschland geäußert und gesagt, sie wolle "nicht Vizekanzlerin von Frau Merkel sein".

Macron liegt in Umfragen vorn

Le Pen und Macron treffen am kommenden Sonntag in der Wahl-Endrunde aufeinander. Der frühere Wirtschaftsminister Macron führt die Umfragen an.

Vor gut einer Woche hatte er den ersten Wahlgang mit 24,01 Prozent gewonnen, es folgte Le Pen mit 21,3 Prozent. Die bürgerliche Rechte und die Sozialisten, die über Jahrzehnte die Geschicke des wirtschaftlich angeschlagenen Landes bestimmten, flogen aus dem Rennen.

Macron attackiert Le Pen heftig

Macron, der für eine reformierte EU wirbt, warnte indessen mit drastischen Worten vor Le Pen. Ihre Front National sei "die Partei des Anti-Frankreichs" und strebe den Zusammenbruch des Landes an, sagte Macron am Montag vor Tausenden Anhängern in Paris.

Der 39-Jährige kritisierte den von Le Pen angestrebten Austritt aus der Europäischen Union (EU) und aus der Eurowährung scharf. "Sie nutzen die Wut, propagieren Lügen, stacheln Hass an, schüren Spaltungen."

Macron sagte, die Stichwahl zwischen ihm und Le Pen am Sonntag werde Frankreichs Zukunft für Jahrzehnte entscheiden.

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(poc)

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