Erster Mai: Polizisten bei Ausschreitungen in Paris verletzt

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Erster Mai: Polizisten bei Ausschreitungen in Paris verletzt | Jeff J Mitchell via Getty Images
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  • In Paris wurden am ersten Mai vier Polizisten bei Ausschreitungen verletzt
  • In Berlin dagegen kam es nur zu kleineren Rangeleien zwischen linken Demonstranten und der Polizei
  • Die Sicherheitskräfte zeigten sich "sehr zufrieden" mit dem Verlauf der Demonstrationen

Während der 1. Mai in Deutschland weitgehend ruhig verlief, ist es in Paris zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Dabei wurden vier Polizisten verletzt.

Einige Hundert Randalierer warfen am Montag in der französischen Hauptstadt Brandsätze und andere Gegenstände auf Sicherheitskräfte, wie Innenminister Matthias Fekl mitteilte. Einer der Beamten habe schwere Verbrennungen im Gesicht erlitten. Die Polizei setzte Tränengas und Schlagstöcke ein.

Rangeleien und kleinere Tumulte in Berlin

Auf einem Video war zu sehen, dass Einsatzkräfte in der Nähe des Place de la Bastille Randalierer von einem friedlichen Demonstrationszug der Gewerkschaften trennten und einkreisten. Einige wurden gegen eine Wand gedrängt und geschlagen. Die Jugendlichen schleuderten weitere Molotowcocktails. Die Polizei unterbrach die Demonstration und untersuchte die Taschen der Teilnehmer nach weiteren Brandsätzen.

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In Berlin dagegen blieb die Lage weit gehend ruhig. Bei der "Revolutionären 1. Mai Demonstration" linker und linksextremer Gruppen in Kreuzberg war es am Abend des Mai-Feiertages wieder zu Rangeleien, kleineren Tumulten und Angriffen gegen Polizisten gekommen.

Weniger Randalierer als im Vorjahr

Einige wurden verletzt. Vermummte warfen Flaschen, Böller wurden in die Menge geschleudert sowie Feuerwerk gezündet. Beamte wurden mit Fahnenstangen attackiert und beleidigt. Mehrere Dutzend Randalierer wurden zunächst festgenommen.

Trotzdem zeigte sich die Polizei bereits am Abend "sehr zufrieden". Am Mai-Feiertag waren in der Hauptstadt 5400 Beamte im Einsatz, deutlich weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der Demonstranten war geringer. 2016 kamen noch deutlich mehr als 10.000 Teilnehmer.

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(ll / lp)

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