POLITIK
02/05/2017 03:05 CEST | Aktualisiert 02/05/2017 06:07 CEST

Trump würde sich durch ein Treffen mit Kim Jong Un "geehrt" fühlen

Bloomberg via Getty Images
Trump würde sich durch ein Treffen mit Kim Jong Un "geehrt" fühlen

  • US-Präsident Trump sagt, er sei zu einem Treffen mit Kim Kong Un bereit

  • Allerdings müsste das kommunistische Land bestimmte Bedingungen erfüllen

US-Präsident Donald Trump bricht ein politisches Tabu.

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte er, er sei bereit, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zu Gesprächen zu treffen. Nicht nur das - Trump ging sogar noch weiter und sagte, er würde sich "geehrt" fühlen.

"Wenn es angebracht wäre, mich mit ihm zu treffen, würde ich das absolut tun, ich würde mich geehrt fühlen, es zu tun."

"Wenn es unter den richtigen Umständen passieren würde. Aber ich würde es tun", fügte er hinzu.

Spicer relativierte die Äußerungen später

"Die meisten Politiker würden das niemals sagen" erklärte der Präsident. "Aber ich sage Ihnen, unter den richtigen Umständen würde ich mich mit ihm treffen." Trump hatte schon während des Wahlkampfes gesagt, dass er bereit für ein Treffen sei.

Allerdings relativierte sein Sprecher Sean Spicer die Äußerungen später. "Eine Menge Bedingungen müssten erfüllt sein", sagte er am Montag in Washington. "Und diese sind im Moment nicht erfüllt." Gegenwärtig sei Nordkorea davon "weit entfernt".

Sollte die Führung in Pjöngjang mit ihrem provokativen Verhalten fortfahren, würde es niemals zu Gesprächen kommen.

Raketenabwehrsystem sei bereit

Zugleich gaben die USA bekannt, dass das umstrittene amerikanische Raketenabwehrsystem THAAD in Südkorea ist US-Angaben schon einsatzbereit sei.

Das teilten die US-Streitkräfte Korea (USFK) mit. Es habe die Leistungsfähigkeit, nordkoreanische Raketen abzufangen und Südkorea zu verteidigen, erklärte Sprecher Rob Manning am Montag. Durch das in der östlichen Provinz Nord-Gyeongsang installierte System soll Südkorea besser gegen die wachsende Bedrohung durch Nordkorea geschützt werden.

Die USA hatten vergangene Woche ungeachtet der Kritik aus China und Russland mit dem Aufbau begonnen und Container mit Bauteilen geliefert. Beide Länder sehen ihre Sicherheitsinteressen durch THAAD bedroht.

Der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm hatte sich in den vergangenen Wochen zugespitzt. Trump warnte in der vergangenen Woche vor einer "großen, großen Katastrophe". Das isolierte kommunistische Regime unternahm am Samstag einen neuen Raketenstart, der jedoch fehlschlug.

Auch auf HuffPost:

Diese 9 Dinge kann jeder Deutsche tun, um Donald Trump zu stoppen

(ll)

Sponsored by Trentino