Befreundeter Bergsteiger berichtet: So muss Ueli Stecks Unfall am Mount Everest abgelaufen sein

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UELI STECK
Befreundeter Sherpa berichtet: So muss Ueli Stecks Unfall am Mount Everest abgelaufen sein | Ueli Steck
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  • Die Schweizer Bergsteigerlegende Ueli Steck ist am Fuß des Mount Everest ums Leben gekommen
  • Nun erklärt ein befreundeter Bergsteiger, wie sich der Unfall abgespielt haben könnte

Sein Tod schockte nicht nur die Kletter-Welt: Auf einer Vorbereitungstour für sein neuestes Rekordprojekt - der Doppelbesteigung des Everest und des Nachbarbergs Lhotse in 48 Stunden ohne Sauerstoffgerät - stürzte Ueli Steck tausend Meter in die Tiefe.

Doch wie kam der erfahrene Alpinist am Sonntag zu Tode?

Aufschluss könnte der erfahrene Höhenbergsteiger Mingma Sherpa geben. Er arbeitet für die Firma, die auch Stecks Expedition mitorganisiert hat.

Steck soll ihm zufolge alleine unterwegs gewesen seien. "Er wollte den Nuptse als Training besteigen, um sich zu akklimatisieren. Er ging auf einer nichtbefestigten Route, brauchte dafür also kein Seil", erklärte der 38-jährige Sherpa im Interview mit dem Schweizer "Blick". Weiter berichtet er:

"Das kann für ihn kein Problem gewesen sein. Aber er muss abgerutscht sein – den Vorfall hat niemand gesehen. Zuletzt wurde er auf 6600 Metern gesehen. Das Rettungsteam hat ihn auf 5600 Metern gefunden."

"Wir alle hier können es noch nicht glauben"

Als das Team Sherpas am Unfallort eintrifft, war Steck bereits tot.

Für den Nepalesen war der Schweizer Extrembergsteiger "ein guter Freund". Er sei "immer gut gelaunt und hilfsbereit" gewesen.

"Ich bin sehr traurig. Wir alle hier können es noch nicht glauben. Es ist ein grosser Verlust. Wir denken fest an seine Familie und alle, die ihn gekannt haben", erklärte Sherpa.

Stecks Leichnam wurde mittlerweile in ein Krankenhaus in die Hauptstadt Kathmandu gebracht, wo sie obduziert werden soll.

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(pb)

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