POLITIK
01/05/2017 06:21 CEST | Aktualisiert 01/05/2017 06:31 CEST

Botschafter der Emirate warnt Merkel vor islamistischen Predigern

Anadolu Agency via Getty Images
RIYADH, SAUDI ARABIA - APRIL 30 : (----EDITORIAL USE ONLY MANDATORY CREDIT - 'BANDAR ALGALOUD / SAUDI KINGDOM COUNCIL / HANDOUT' - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS----) German Chancellor Angela Merkel (L) and Saudi Arabia's King Salman bin Abdulaziz Al Saud (R) hold an official meeting in Riyadh, Saudi Arabia on April 30, 2017. (Photo by Bandar Algaloud / Saudi Kingdom Council / Handout/Anadolu Agency/Getty Images)

  • Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate warnt Angela Merkel vor islamistischen Predigern in deutschen Moscheen

  • Die müssten sorgfältig überprüft werden

  • Die Kanzlerin wird heute in Abu Dhabi eintreffen

Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in Berlin, Ali Abdullah al-Ahmed, hält eine genaue Überprüfung islamischer Prediger in Europa für geboten.

Deutlich warnte er die Bundeskanzlerin vor Extremisten unter Predigern in deutschen Moscheen. Angela Merkel ist heute zu Besuch in der Hauptstadt der VAE, Abu Dhabi.

"Es ist sehr wichtig, dass man darauf achtet, welche Art von Botschaft Prediger in der Moschee in Europa an die Einwanderer weitergeben", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Die Aufnahme Hunderttausender muslimischer Flüchtlinge in Deutschland sei eine großartige humanitäre Geste gewesen, aber nicht ohne Risiko. "Als die Kanzlerin während der Krise 2015 sagte, "wir heißen sie willkommen", ohne irgendwelche Zahlen zu nennen, dachte ich, dass dies als eine noble Geste in die Geschichtsbücher eingehen wird, eine humanitäre Geste."

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Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in Berlin, Ali Abdullah al-Ahmed, warnt vor radikalen Predigern

Erst später hätten sich die Menschen in Deutschland die Frage gestellt: "Kann unsere Gesellschaft die Ankunft all dieser Menschen verdauen, und was sind die Risiken? Wird es ein Sicherheitsproblem geben?"

Der Botschafter sagte: "Der Integrationsprozess wird lange dauern." Dieses Problem betreffe allerdings nicht nur die Flüchtlinge.

Al-Ahmed sagte: "Wir haben erlebt, wie Menschen Terroranschläge verübt haben, die in Belgien oder Frankreich geboren wurden. Sie haben ein System angegriffen, das ihnen freien Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung gegeben hat."

In Abu Dhabi wird Merkel mit dem Kronprinzen Scheich Mohammed bin Said al-Nahjan zusammenkommen. Mit ihm will sie, wie schon am Sonntag mit dem saudi-arabischen Königshaus in der Hafenstadt Dschidda, über den Gipfel der großen Industrie- und Schwellenländer (G20) im Juli in Hamburg sprechen. Dabei geht es unter anderem um Klimaschutz und Frauenförderung. Ferner sind die Konflikte in der Region - in Syrien, Libyen und Jemen - wichtige Themen.

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