Milliardär Elon Musk ist genervt vom Stau - und tüftelt an gigantischen Tunneln

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Milliardär Elon Musk ist genervt vom Stau - und tüftelt an gigantischen Tunneln | RASHID ABBASI / Reuters
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Elon Musk ist keiner, der jahrelang grübelt, bevor er etwas anpackt. Der Multimilliardär packt an, was selbst Staatschefs eine Nummer zu groß ist.

So hat der kanadisch-US-amerikanische Unternehmer das Bezahlsystem Pay-Pal mitbegründet. Das Raumfahrtunternehmen SpaceX. Er lässt Forscher am Transportsystem Hyperloop tüfteln. Er ist am Elektro-Auto-Pionier Tesla beteiligt. Solche Dinge.

Im Januar hat er nun angekündigt, das anzupacken, was jeden Stadtbewohner auf der Welt – und eben auch ihn – tierisch nervt: den Verkehr in den Metropolen.

"Der Verkehr macht mich wahnsinnig"

"Der Verkehr macht mich wahnsinnig", twitterte er im Dezember. "Ich werde eine Tunnelbaumaschine bauen und einfach zu graben anfangen."

So stellt Musk sich das Konzept vor

Und so gründete er ein Unternehmen namens The Boring Company (bore heißt bohren). Um Tunnel unter Städten graben zu lassen, damit der Verkehr oben nicht überhand nimmt.

Am Freitag veröffentlichte er ein Video, wie er sich das vorstellt:

Autos fahren am Straßenrand mit einer Art Aufzug unter die Erde und werden dort auf elektrisch angetriebenen Plattformen mit bis zu 200 Kilometern pro Stunde transportiert, wie Medien berichten. Am Ziel tauchen sie dann wieder an der Oberfläche auf.

Realistisch und doch utopisch

Technisch, davon darf man ausgehen, wird so eine Lösung wohl irgendwie realisierbar sein. Musk hat bewiesen, dass er immer wieder Ingenieure für eine Projekte findet. Und am Donnerstag tauchte im Internet sogar kurz ein Foto auf, das einen Tunnelbohrer auf dem Firmengelände Musks zeigen soll. Inzwischen wurde es wieder gelöscht. Angeblich wurde mit dem Gerät bereits ein Fußgängertunnel unter dem Firmengelände gebohrt.

Finanziell aber dürfte so ein Plan nur sehr schwer realisierbar sein. Zum Vergleich: In München haben eben die Bauarbeiten für einen zweiten Bahntunnel unter der Stadt durch begonnen. Für die zehn Kilometer lange Strecke sind 3,85 Milliarden Euro veranschlagt.

Eine Lösung für die Probleme ist noch nicht bekannt. Aber es wäre ungewöhnlich, dass Musk sich von etwas abhalten ließe, nur weil andere das utopisch finden.

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