NACHRICHTEN
29/04/2017 13:06 CEST | Aktualisiert 01/06/2017 09:51 CEST

Ikea zerrt junge Familie vor Düsseldorfer Gericht - wegen 16,40 Euro

iStock
Ikea verklagt junge Familie.

Viktoria S. (27, Name geändert) wird ihren letzten Ikea-Besuch nicht so schnell vergessen. Die junge Mutter gönnte sich im Restaurant des Möbelhauses etwas zu essen und bezahlte den offenen Betrag von 16,40 Euro mit ihrer EC-Karte.

Das sollte ihr zum Verhängnis werden, denn ihr Konto war zu diesem Zeitpunkt nicht gedeckt. Deswegen hat Ikea die Familie jetzt verklagt, wie die Kölner Tageszeitung "Express" berichtet.

Denn neun Monate nach dem Besuch im schwedischen Möbelhaus bekam Viktoria S. Post von einem Inkasso-Büro. Die Familie soll den offenen Betrag und zusätzlich eine Schufa-Auskunft bezahlen, wie der "Express" berichtet. Pflichtbewusst überweisen siw die Gelder für Rücklastschrift und die Auskunft - nicht jedoch für das Inkassounternehmen.

Richterin macht Familie keine Hoffnung

Ein Fehler, den IKEA mit einem Gerichtsverfahren bestrafte.

Zwar meldete sich sogar eine Mitarbeiterin der Kette telefonisch bei dem Mann von Viktoria S. und entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten: "Sie meinte, dass es vollkommen unüblich sei, dass es sofort einen Inkassoauftrag gebe. Ändern könnte man daran aber nichts."

Doch weil sich die junge Familie weigerte, die Kosten für den Inkasso-Auftrag zu tragen, muss sie sich nun vor einem Düsseldorfer Gericht verantworten. Das Urteil soll am 19. Mai verkündet werden - und die Richterin macht der Familie allerdings keine große Hoffnung.

Auf die Familie kommen nun zusätzlich zu dem großen Stress hohe Kosten zu. Und das nur, weil ein Milliardenunternehmen wegen 16,40 Euro auf die Barrikaden gehen musste.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(mf)

Sponsored by Trentino