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28/04/2017 20:03 CEST | Aktualisiert 28/04/2017 20:09 CEST

SPD fällt in einer neuen Umfrage zur Bundestagswahl zurück - das sorgt für Diskussionen

dpa
SPD fällt in Umfrage zur Bundestagswahl zurück - das sorgt für Diskussionen

  • Fünf Monate sind es noch bis zur Bundestagswahl, zuletzt waren CDU/CSU und SPD fast gleich auf

  • In einem aktuellen Stimmungsbild setzt sich die Union wieder stärker von den Sozialdemokraten ab

Die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz ist in einer neuen Umfrage abgesackt. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, kämen die Sozialdemokraten laut ZDF-"Politbarometer" auf 29 Prozent, das sind drei Punkte weniger als Anfang April.

Die Union legt in der am Freitag veröffentlichten Umfrage zugleich um zwei Punkte auf 37 Prozent zu.

Bei der Frage, wen man nach der Bundestagswahl lieber als Kanzler oder Kanzlerin hätte, hat Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) wieder einen größeren Vorsprung. Sie bevorzugen nun 50 (zuvor 48) Prozent als Regierungschefin, Schulz wünschen sich 37 Prozent (zuvor 40).

Zahlreiche Koalitionsoptionen

Die Linke (neun Prozent), die Grünen (acht Prozent) und die FDP (sechs Prozent) können sich im "Politbarometer" jeweils um einen Punkt im Vergleich zu Anfang April verbessern. Die AfD büßt einen Punkt auf acht Prozent ein.

Möglich wäre demnach derzeit neben einer schwarz-roten Koalition auch ein Jamaika-Bündnis aus Union, Grünen und FDP. Nicht reichen würde es dagegen für Rot-Rot-Grün und eine "Ampel" aus SPD, Grünen und FDP.

"Das Sozialliberale ist tief in der SPD verwurzelt"

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz ließ unterdessen durchblicken, dass es Anknüpfungspunkte zwischen SPD und FDP geben könnte. "Das Sozialliberale ist tief in der SPD verwurzelt", sagte Hamburgs Erster Bürgermeister der "Stuttgarter Zeitung".

Die SPD sei "immer die Partei des Fortschritts gewesen". Wer allerdings technologischen Fortschritt und digitale Innovationen befürworte, dürfe "Fragen der Gerechtigkeit nicht vernachlässigen".

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) forderte von Schulz hingegen Klarheit über die Optionen der SPD.

"Er muss als Parteivorsitzender nun eindeutig sagen, ob er Rot-Rot-Grün für Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen ausschließt oder nicht", sagte Kauder der "Schwäbischen Zeitung" mit Blick auf die anstehenden Wahlen in beiden Ländern im Mai. "Tut er das nicht, muss man annehmen, dass er dieses Bündnis auch auf Bundesebene will."

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(ks)

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