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28/04/2017 17:01 CEST | Aktualisiert 28/04/2017 18:55 CEST

FDP-Chef Lindner im Amt bestätigt - allerdings verliert er an Zuspruch in der Partei

Wolfgang Rattay / Reuters
FDP-Chef Lindner im Amt bestätigt - allerdings verliert er an Zuspruch in der Partei

  • Die FDP hat ihren Chef Christian Lindner im Amt bestätigt

  • Der Vorsitzende der Liberalen hat 91 Prozent der Stimmen bekommen

  • Lindner ist in NRW Spitzenkandidat und will im Herbst bei der Bundestagswahl antreten

Christian Lindner ist mit breiter Mehrheit als FDP-Vorsitzender bestätigt worden. Der Chef der seit 2013 nicht mehr im Bundestag vertretenen Liberalen wurde am Freitag beim Parteitag in Berlin mit 91 Prozent wiedergewählt. Lindner erhielt 526 von 578 gültigen Stimmen. Vor zwei Jahren hatte er allerdings 92,4 Prozent bekommen.

Lindner sprach von einem "motivierenden Votum".

Lindner tritt auch für den Bundestag an

Mit dieser Rückendeckung will der 38-Jährige seine Partei zurück in den Bundestag führen. In Anspielung auf die 100-Prozent-Wahl des SPD-Vorsitzenden Martin Schulz hatte sich Lindner ein nicht sozialistisches Ergebnis gewünscht.

Die FDP läuft sich bei ihrem dreitägigen Parteitag auch für die Wahlen in Schleswig-Holstein (7. Mai) und Nordrhein-Westfalen (14. Mai) warm. Ein Verbleib der FDP in den Landtagen in Kiel und Düsseldorf gilt als sicher.

"Bewegte Zeiten - nichts passiert"

In NRW tritt Lindner selbst als Spitzenkandidat an, will aber dann für den Bundestag kandidieren. In Schleswig-Holstein ist sein Stellvertreter Wolfgang Kubicki Spitzenkandidat. Auch er will anschließend für den Bundestag kandidieren. Seit dem Scheitern der SPD mit Rot-Rot im Saarland wird die FDP auch als möglicher sozialliberaler Koalitionspartner umworben.

Mit scharfen Angriffen auf die schwarz-rote Bundesregierung hatte Lindner zuvor in einer 80-minütigen Rede seine Partei auf die anstehenden Wahlen eingeschworen. "Bewegte Zeiten - nichts passiert", sagte er. Zugleich betonte er die Eigenständigkeit seiner Partei: "In die Wahlen dieses Jahres gehen wir ohne Koalitionsaussage."

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