NACHRICHTEN
28/04/2017 15:17 CEST | Aktualisiert 04/05/2017 20:48 CEST

Anschlag auf BVB-Bus: Nun spricht der Anwalt des mutmaßlichen Attentäters

dpa
Mutmaßlicher Attentäter auf den BVB-Bus äußerst sich erstmals zur Tat

  • Die Ermittler des Anschlags auf den BVB-Bus suchen weiter nach Hinweisen, um den festgenommenen Sergej W. die Tat nachzuweisen

  • Der mutmaßliche Täter bestreitet nach wie vor, der Täter zu sein

Der perfide Plan ist letztlich gescheitert. Mit einer Sprengstoffattacke auf den Bus der Fußballbundesligisten Borussia Dortmund wollte der mutmaßliche Täter Sergej W. vor etwa drei Wochen so viele Spieler wie möglich verletzen oder gar töten, um von einem Aktienverfall zu profitieren.

Doch noch immer gibt es keine eindeutigen Belege dafür, dass der festgenommene Sergej W. den Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus tatsächlich verübt hat. Das berichten "Süddeutsche Zeitung" (SZ), NDR und WDR.

"Mein Mandant bestreitet die Tat", erklärt der Anwalt des 28-Jährigen laut "SZ". Sergej W. habe auch gegenüber dem Haftrichter des Bundesgerichtshofs bestritten, dass er der Täter gewesen sei.

Ermittler sind sich sicher: Sergej W. ist der Richtige

Trotzdem sind sich die Ermittler nach wie vor sicher, dass der Festgenommen der Richtige ist. Die Polizei wirft Sergej W. versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Der Mann wollte offenbar auf fallende Aktienkurse des BVB wetten und damit Geld verdienen. Wie viel Geld der Verdächtige maximal an der Börse hätte gewinnen können, ist noch nicht klar.

BVB-Spieler erlitt Armverletzung

Der 28-Jährige habe drei verschiedene Derivate auf die Aktie von Borussia Dortmund erworben - die meisten davon am Tag des Angriffs selbst, berichtete die Sprecherin der Bundesanwaltschaft.

Am vergangenen Dienstag vor Ostern waren in der Nähe des BVB-Mannschaftsbusses drei Sprengsätze explodiert. Ein Spieler wurde schwer am Arm verletzt, ein Polizist, der vor dem Bus herfuhr, erlitt ein Knalltrauma.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen. Wie ihr selbst aktiv werden könnt, erfahrt ihr bei unserem Kooperationspartner Betterplace.

(lp)