Eklat um PS4-Angebot: Gamestop verärgert seine Kunden

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Die neue GameStop-Aktion kam bei den Kunden nicht gut an

Es hätte eines der lohnenswertesten Angebote des Jahres für Gamer werden können, doch ein Deal der Videospiel-Einzelhandelskette Gamestop entpuppt sich als ein kräftiger Schuss in den Ofen. Die Aktion, bei der Spieler eine gebrauchte PlayStation 4 mit zwei alten Spielen und Controller für eine neue PS4 Pro und einen Betrag von nur 99,99 Euro eintauschen können sollten, fällt wohl für viele flach. Quasi bundesweit sollen die Geräte bereits vergriffen oder für nur wenige Kunden reserviert sein, dabei ist das Angebot erst am heutigen 26. April offiziell gestartet. Die Aktion wäre deswegen so gut, weil Neugeräte in der Regel derzeit rund 400 Euro kosten.

Auf Facebook erklärte die Kette, dass es Aufgrund der hohen Nachfrage "in einigen Filialen vereinzelt zu Lieferverzögerungen kommen" könne und die vorrätigen Konsolen deswegen schnell vergriffen seien. In der kommenden Woche werde man aber "definitiv" eine Nachlieferung erhalten.

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Schon vor Aktionsbeginn vergriffen

"Alle Angebote gelten jeweils nur, solange der Vorrat reicht. Keine Mitnahmegarantie", schreibt Gamestop auf seiner Internetseite, in den zahlreichen Kommentaren unter dem Facebook-Post regen sich viele Gamer aber über die verkorkste Aktion auf. In Dutzenden, wenn nicht gar Hunderten Fällen seien alle Konsolen eines örtlichen Gamestop-Ladens bereits vor Ladeneröffnung vergriffen gewesen. Die Kunden seien teilweise bereits am Montag in die Läden gegangen, um zu fragen, ob Geräte für die Aktion vorbestellbar seien. Oft hätten sie die Ansage bekommen, dass dies nicht möglich sei. "Der Hammer, wenn man montags anruft und die Aussage bekommt, dass man nicht reservieren kann und am Mittwochmorgen um 09:30 keine Konsolen mehr da sind", schreibt ein User. "Im Store Koblenz schon bei Öffnung nichts mehr da. Es wurden schon in den vergangenen Tagen Vorbestellungen aufgenommen. Wie kann das sein?", fragt ein anderer.

Auch steht die Frage aus, ob tatsächlich noch weitere Konsolen nachgeliefert werden, denn eigentlich soll die Aktion bis zum 14. Mai laufen. "Mir wurde in Darmstadt gerade gesagt, dass die Aktion gelaufen ist, weil man eben KEINE neuen Geräte mehr bekommt", beschwert sich ein Facebook-Nutzer. In Giessen und in anderen Städten sei Kunden vom Personal zudem Ähnliches erzählt worden.

Einer der User hat einen Rat für Gamestop parat: "Vielleicht startet ihr eine Aktion an dem Tag, an welchem sie auch starten sollte und besorgt euch davor genug Konsolen, dann erspart ihr euch auch den ganzen Shitstorm!" Innerhalb von rund zwei Stunden nach Veröffentlichung des Gamestop-Posts gingen zumindest bereits über 600 Kommentare ein, von denen die wenigsten positiv ausfielen. Mancher Kunde wollte sich gar beim Verbraucherschutz beschweren oder einen Anwalt einschalten. So einige der Gamer fühlten sich nämlich "verarscht".

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