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26/04/2017 22:09 CEST | Aktualisiert 26/04/2017 22:11 CEST

So überführte ein Fitness-Armband einen mutmaßlichen Mörder

Dave Kotinsky via Getty Images
Fitbit-Armbänder messen verschiedene Daten zum Körper des Trägers.

  • Der Mord an Connie Dabate erschütterte 2015 eine Stadt in Connecticut

  • Ihr Ehemann sagte damals, ein Einbrecher sei für den Mord verantwortlich

  • Ausgewertete Fitbit-Daten zeigen, dass das nicht stimmen kann

Am 23. Dezember 2015 erschütterte ein Mord das beschauliche Städtchen Ellington in Connecticut. Ein maskierter Einbrecher erschoss die zweifache Mutter Connie Dabate im Keller ihres Hauses.

Der Ehemann hatte noch versucht, den Unbekannten zu überwältigen, um seine Frau zu retten.

Heute, 16 Monate nach der Tat, steht nun aber der Ehemann im Fokus der Ermittlungen. Die Polizei beschuldigt den 40-Jährigen, seine Frau ermordet und die Einbrecher-Geschichte erfunden zu haben, schreibt die "Welt".

Fitbit liefert wertvolle Hinweise

Wichtigster Zeuge im Mordfall: Ein Fitbit-Band, das Connie Dabate an jenem Tag am Arm trug. Das Technologie-Gadget zeichnet Bewegungen sowie Herzfrequenz des Trägers auf und ist unter Sportlern beliebt, um die eigene Leistung zu messen.

"Ich kann mit Sicherheit sagen, dass die Informationen eines Fitnessbandes selten zur Aufklärung eines Verbrechens beigetragen haben“, sagte Staatsanwalt Craig Stedman. Doch im Fall der ermordeten Connie Dabate kam der entscheidende Hinweis vom Fitness-Armand.

Denn ihr Ehemann hatte ausgesagt, der mysteriöse Einbrecher habe seine Frau um 9:00 Uhr erschossen. Er habe das Drama vor Ort miterlebt.

Zeitangaben können nicht stimmen

Doch die Ermittler werteten die Daten des Fitbit-Gerätes aus. Diese widerlegten die Aussage des Ehemannes. Denn um 9:00 Uhr war Connie Dabate noch am Leben.

Selbst eine Stunde später zeigte das Gerät noch Lebenszeichen an, berichtet die "Welt". Connie Dabate konnte also nicht um 9:00 Uhr erschossen worden sein.

Auch ließen die Daten nicht darauf schließen, dass Connie Dabate in Todesangst vor einem angeblichen Einbrecher davonrannte, wie es ihr Ehemann zu Protokoll gegeben hatte. Denn die Herzfrequenz stieg nicht an.

Die Polizei hat den als Lügner überführten Ehemann mittlerweile verhaftet. Er soll wegen Mordes vor Gericht kommen.

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(ks)