Google Doodle mit Cassini–Huygens Sonde: Darum zeigt das Doodle diese Saturn-Mission

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Google Doodle zu Cassini | Google
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  • Das Google Doodle zeigt die letzte Mission der Nasa-Sonde "Cassini"
  • Ab Mittwoch soll erstmal ein Raumschiff durch die Saturn-Ringe fliegen
  • 22 Mal soll die Raumsonde dies schaffen, bevor sie auf den Saturn stürzt

Der Raumsonde "Cassini" startete vor 20 Jahren zum Saturn, jetzt steht das große Finale bevor - und das zeigt auch das Doodle der Suchmaschine Google.

Die Raumsonde der US-Raumfahrtbehörde Nasa soll ab dem 26. April 22 Mal zwischen dem Saturn und seinen Ringen durchfliegen. Eine spektakuläre Aktion, die das kleine Filmchen unter "Google.de" sehr vereinfacht zeigt: Die kleine Sonde macht Bilder - und schickt noch weitere Informationen an die Erde.

An sich wirkt das nicht all zu aufregend. Doch genau das ist es: "Noch nie ist ein Raumschiff durch diese einzigartige Region geflogen, die wir kühn gleich 22 mal durchqueren wollen", sagt Nasa-Manager Thomas Zurbuchen.

"Was wir von 'Cassinis' wagemutigen abschließenden Umkreisungen lernen werden, wird unser Verständnis davon verbessern, wie gigantische Planeten und Planetensysteme überall sich formieren und entstehen. Das ist wirklich Entdeckung in Aktion bis zum Schluss."

Mitte September soll "Cassini" dann kontrolliert in den Planeten stürzen und damit die 1997 gestartete und 2004 in der Umlaufbahn des Saturn angekommene Mission offiziell beenden.

Weshalb das beste der Saturn-Mission auch zum Schluss kommt

Doch die letzte Aufgabe ist kein Abgesang - sondern ein Highlight. Kein ungefährliches noch dazu.

Rund 2400 Kilometer liegen zwischen dem Gasplaneten Saturn und seinen Ringen. "Basierend auf unseren Modellen erwarten wir, dass diese Lücke frei von Partikeln ist, die groß genug wären, um die Sonde zu beschädigen", sagt Nasa-Manager Earl Maize.

"Aber wir sind vorsichtig und benutzen unsere große Antenne bei der ersten Durchquerung wie ein Schild, um zu sehen, ob es sicher ist, unsere wissenschaftlichen Instrumente bei weiteren Durchquerungen dieser Umgebung auszusetzen", sagt der Spezialist.

Es gäbe definitiv einiges Unbekanntes, aber das sei einer der Gründe, warum die Forscher solche waghalsige Forschung am Ende der Mission machten.

cassini

Was die Forscher von der Raumsonde jetzt erwarten

Zunächst flog "Cassini" am 22. April noch einmal sehr nah am Saturn-Mond Titan vorbei. Durch dessen Anziehungskraft wurde die Laufbahn von "Cassini" verändert und in die Lücke zwischen Saturn und Ringen hineingelenkt.

Bei den Durchquerungen soll "Cassini" die Struktur des Saturns und der Ringe näher untersuchen, die ersten Proben der Atmosphäre des Saturns und von Ring-Partikeln entnehmen und Nahaufnahmen machen.

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Im September endet eine Milliarden-Mission

Nach 22 Durchquerungen ist es am 15. September dann Zeit zum Abschied nehmen: 20 Jahre nach dem Start soll sich die 12.600 Kilogramm schwere Sonde kontrolliert in den Saturn stürzen - und bis zum Schluss noch Daten zur Erde senden.

Mehr als 3,2 Milliarden Dollar wird die Mission gekostet haben, die die Nase gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrtagentur Esa und der Italienischen Raumfahrtagentur Asi durchgeführt hat. Sie gilt aber bereits vor dem "großen Finale" als Erfolg.

Unter anderem mit mehreren nahen Vorbeiflügen an den Monden des Saturn hat "Cassini" einiges gefunden, was Wissenschaftler begeisterte: unter anderem einen Ozean auf dem Mond Enceladus, der möglicherweise Leben dort zulassen könnte, und flüssige Methan-Seen auf dem Mond Titan.

Aber das Beste könnte erst noch bevorstehen: "'Cassini' wird einige seiner herausragendsten Entdeckungen am Ende ihres langen Lebens machen", sagt Nasa-Wissenschaftlerin Linda Spilker. "'Cassinis' großes Finale ist so viel mehr als ein finales Abtauchen. Es ist ein aufregendes letztes Kapitel unserer Sonde und so reich an Wissenschaft, dass es die offensichtliche Wahl zum Abschluss der Mission war."

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(cho)

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