"Sie sollen selbst aus ihren Fehlern lernen" - Zweifache Mutter weigert sich, Babygitter im Haus zu installieren

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Eine Mutter aus Auckland in Neuseeland weigert sich, ihr Haus kindgerecht zu gestalten. Die 23-jährige Abby Plested ist der Meinung, dass ihre Kinder selbst daraus lernen werden, wenn sie etwas falsch machen.

Als Beispiel nennt sie, dass ihr Sohn nur einmal in einen Kaktus gefasst habe. "Jetzt geht er nicht einmal mehr in die Nähe eines Kaktus", sagte sie der Tageszeitung "Daily Mail Australia".

"Die Kinder sollen ohne Gitter ihre Grenzen kennen lernen"

Von Babygittern hält die junge Frau, die Mutter eines dreijährigen Sohnes und einer drei Monate alten Tochter ist, wenig.

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"Ich habe noch nie Babygitter in meinem Haus angebracht. Ich finde, es ist wichtig, dass die Kinder ohne diese Gitter ihre Grenzen kennen lernen", sagte sie der Zeitung. "Natürlich muss man die Kinder dann mehr beobachten. Aber das sollte man ja sowieso tun."

60 Prozent aller Kinderunfälle sind vermeidbar

Plested achte jedoch darauf, dass Spiegel, Schränke und Regale sicher an der Wand angebracht sind. Ihre Einrichtung zeigt die Bloggerin auf ihrem Instagram-Profil. Dort ist auch zu sehen, dass die Familie Treppen in ihrem Haus hat - aber keine Babygitter.

Die Gefahr für ihre Kinder könnte Plested jedoch unterschätzen. 47 Prozent aller Unfälle bei Kindern in Deutschland passieren durch Stürze, wie zum Beispiel einen Treppensturz, wie das Institut für Pädagogik und Zukunftsforschung (IPZF) berichtet.

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Nach den Ergebnissen internationaler Studien sind bis zu 60 Prozent aller Kinderunfälle durch Präventionsmaßnahmen vermeidbar.

Wer keine Babygitter im Haus installiert, könnte das also noch bereuen.

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(lm)

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