Umfragewerte zeigen, dass es nur eine Alternative zur Groko gibt - aber die will niemand

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SCHULZ MERKEL
CDU-Chefin Angela Merkel und SPD-Chef Martin Schulz | Francois Lenoir / Reuters
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  • Neue Umfragewerte zeigen, dass eine Große Koalition die einzige realistische Option zur Regierungsbildung nach der Bundestagswahl ist
  • Es gäbe nur eine Alternative - doch die will keine Partei

Eine Neuauflage der Großen Koalition scheint das realistischste Regierungsbündnis für die Zeit nach der Bundestagswahl im September.

Im aktuellen Insa-Meinungstrend für die"Bild"-Zeitung halten CDU/CSU (34 Prozent), FDP (6,5 Prozent) und AfD (10 Prozent) ihre Ergebnisse aus der Vorwoche.

Groko ist einzige realistische Option

Linke (9,5 Prozent) und Grüne (6,5 Prozent) legen je einen halben Punkt zu, die SPD (30 Prozent) verliert einen halben Punkt. Sonstige Parteien kommen zusammen auf 3,5 Prozent (- 0,5).

Somit ist die einzige realistische Regierungsoption die Fortsetzung der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD, die zusammen auf 64 Prozent der Stimmen kommt.

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"Die Forderung aus der Politik, die Fortsetzung der GroKo auszuschließen, macht keinen Sinn. Es ist auch nach dem 24. September das derzeit realistischste Regierungsbündnis", sagt der Chef des Umfrageinstituts Insa, Hermann Binkert.

Es gibt nur eine Alternative zur Groko - aber die will niemand

Eine Ampelkoalition (SPD, FDP, Grüne) kommt auf 43 Prozent, Rot-Rot-Grün (SPD, Linke, Grüne) kommt auf 46 Prozent und eine schwarze Ampel oder Jamaika-Koalition genanntes Bündnis aus CDU/CSU, Grünen und FDP erreicht 47 Prozent.

Alle drei Konstellationen verfehlen eine parlamentarische Mehrheit. Nur eine Bahamas-Koalition aus CDU/CSU, FDP und AfD kommt noch auf eine rechnerische Mehrheit von 50,5 Prozent - doch die wünscht sich keine Partei.

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