Umfrage sagt Kopf-an-Kopf-Rennen bei NRW-Landtagswahl voraus

Veröffentlicht: Aktualisiert:
NRW
Umfrage sagt Kopf-an-Kopf-Rennen bei NRW-Landtagswahl voraus | dpa
Drucken
  • In Nordrhein-Westfalen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Landtagswahl ab
  • CDU und SPD liegen beide laut einer Umfrage überraschend bei 34 Prozent
  • Bisher hatten die Sozialdemokraten klar in Umfragen geführt

In drei Wochen wählen die Menschen in Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag. In Umfragen zeichnet sich ein überraschendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und Union ab.

In den bisherigen Umfragen hatte die SPD deutlich vor der CDU gelegen. In der am Sonntag veröffentlichten Befragung von Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins "Westpol" kommen aber beide Parteien auf 34 Prozent.

Die CDU legte dabei gegenüber der letzten WDR-Umfrage von vor einem Monat um vier Prozentpunkte zu, die SPD büßte drei Punkte ein.

Die FDP könnte demnach mit zehn Prozent (letzte Umfrage: 9 Prozent) rechnen. Die Grünen kämen unverändert auf sechs, die Linken auf fünf Prozent. Die AfD büßte einen Punkt ein und landet bei acht Prozent.

Diese Bündnisse sind möglich

Damit ist die aktuelle rot-grüne Regierungskoalition weiter deutlich von einer Mehrheit im Landtag entfernt. Neben einer großen Koalition wäre demnach ein Dreierbündnis aus CDU, FDP und Grünen möglich.

Das sogenannte Jamaika-Bündnis haben aber die Grünen weitgehend ausgeschlossen. Rot-Rot-Grün hätte aktuell keine Mehrheit.

Mehr zum Thema: Kein Wahlrecht für Nicht-EU-Ausländer: Rot-Grün scheitert mit Vorstoß in NRW

Sicherheit ist wichtigstes Wahlkampfthema der CDU

Die CDU setzt in den letzten drei Wahlkampfwochen besonders auf das Thema Sicherheit. Bei einer Kundgebung zum Start der heißen Phase am Samstag in Düsseldorf warfen prominente Christdemokraten aus Bund und Ländern der rot-grünen Regierung von Hannelore Kraft (SPD) Versagen vor allem in der Sicherheitspolitik vor.

CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet sagte, er wolle die Sicherheitsarchitektur des Landes neu ordnen. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) mahnte, die innere Sicherheit müsse Chefsache sein.

Bouffier kritisierte die nordrhein-westfälische Landesregierung wegen der hohen Kriminalitätsbelastung. Die neue Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) bezeichnete den amtierenden NRW-Innenminister Ralf Jäger als größtes Sicherheitsrisiko im eigenen Land.

Jäger werden von der Opposition seit längerem Versäumnisse bei der inneren Sicherheit vorgeworfen - etwa beim Umgang mit dem als Gefährder eingestuften Attentäter Anis Amri. Der Tunesier hatte am 19. Dezember in Berlin den bislang schwersten islamistischen Anschlag auf deutschem Boden mit zwölf Toten verübt.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(ks)

Korrektur anregen