"Diese Zahlen müssen uns allen Sorgen machen": Innenminister de Maizière stellt neue Kriminalstatistik vor

Veröffentlicht: Aktualisiert:
DE MAIZIERE
"Diese Zahlen müssen uns alle Sorgen machen": Innenminister de Maizière stellt neue Kriminalstatistik vor | dpa
Drucken
  • Bundesinnenminister de Maizière hat am Montag die neue Polizeiliche Kriminalstatistik vorgestellt
  • Die Gesamtzahl der Straftaten blieb unverändert
  • Aber: Gewaltverbrechen und Sexualstraftaten haben überdurchschnittlich zugenommen

Die Gewalt in Deutschland nimmt deutlich zu, während die Zahl der Wohnungseinbrüche im vergangenen Jahr gesunken ist. Zu diesem Ergebnis kommt die Polizeiliche Kriminalstatistik, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Montag in Berlin vorgestellt hat.

Danach blieb die Gesamtzahl der Straftaten nahezu unverändert: Im Vergleich zu 2015 stieg sie nur minimal von 6,33 Millionen Fälle auf 6,37 Millionen.

"Müssen uns alle Sorgen machen

Überdurchschnittliche Zuwächse gab es aber im Bereich der Gewaltkriminalität: Bei Mord und Totschlag wurde ein Plus von 14,3 Prozent registriert, bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung lag der Anstieg bei 12,8 Prozent.

"Diese Zahlen müssen uns allen Sorgen machen", sagte de Maizière am Montag. Er beklagte eine Verrohung der Gesellschaft.

Zugleich sank die Zahl der Wohnungseinbrüche um 9,5 Prozent. Allerdings waren 2015 auch so viele Einbrüche registriert worden wie seit den 90er Jahren nicht mehr.

Mehr zum Thema: Ex-Bundespolizist warnt: Deutschland verliert den Kampf gegen die Straßengangs

Bayern ist sicherstes Bundesland

Wenn man Verstöße gegen das Ausländerrecht wie die illegale Einreise von Flüchtlingen heraus rechnet, ist Bayern das sicherste deutsche Bundesland: Laut Statistik kommen im Freistaat nur 4785 Straftaten auf 100.000 Einwohner.

Am anderen Ende des Rankings finden sich die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg. Die Flächenländer mit der höchsten Kriminalität sind Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen mit jeweils mehr als 8000 Fällen je 100.000 Einwohner.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Korrektur anregen