Der neue Besitzer des Hauses von Josef Fritzl sucht nach Mietern - so sehen die Zimmer aus

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Es war eine unfassbare Tat: Josef Fritzl hielt seine eigene Tochter Elisabeth fast 24 Jahre lang in einem Verlies unter seinem Haus fest. In dieser Zeit missbrauchte und vergewaltigte er sie vielfach, insgesamt sieben Kinder gebar die Tochter. Drei dieser Kinder hielt Fritzl ebenfalls jahrelang unterirdisch gefangen.

Das Martyrium hatte im April 2008 sein Ende. Fritzl wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Da das Kellergefängnis anschließend von niemanden mehr betreten werden sollte, wurden die Räume im Sommer 2013 zubetoniert.

Kaufpreis des Horror-Hauses: 160.000 Euro

Ende 2016 kauften dann die österreichische Unternehmerin Ingrid Houska und eine russische Freundin das Haus. 160.000 Euro soll es gekostet haben. In den vergangenen Monaten renovierten sie das Haus Fritzls und schufen daraus eine Wohnanlage mit zehn Apartments.

"Rund 90 Prozent der Wohnungen sind vergeben und die Mieter sehr zufrieden. Der Großteil ist bereits von uns voll möbliert worden. Es sind super Wohnungen", sagt Vermieter Herbert Houska der österreichischen Zeitung "Heute" (Wie die Räume heute aussehen, seht ihr im Video).

Man solle die Geschichte begraben, damit Normalität einkehrt, erklärte Houska weiter.

Die voll möblierten Apartments bewirbt er auf einer Immobilienplattform. Dort ist auch der Mietpreis aufgeführt: 500 Euro im Monat, inklusive Heiz- und Stromkosten. Provision muss nicht gezahlt werden.

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(poc)

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