POLITIK
25/04/2017 04:34 CEST | Aktualisiert 25/04/2017 17:25 CEST

Ivanka Trump kommt nach Berlin - dieser Plan von Kanzlerin Merkel steckt hinter dem Treffen

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WASHINGTON, DC - MARCH 17: German Chancellor Angela Merkel (L) speaks with Ivanka Trump during a roundtable discussion on vocational training with United States and German business leaders in the Cabinet Room of the White House on March 17, 2017 in Washington, DC. In Merkel's first U.S. visit under the Trump administration, the two leaders discussed strengthening NATO, fighting the Islamic State group, and the ongoing conflict in Ukraine. (Photo by Pat Benic-Pool/Getty Images)

Eine Szene bei Angela Merkels erstem Besuch bei US-Präsident Donald Trump löste Empörung aus. Bei den Gesprächen nahm Trumps Tochter Ivanka neben ihr Platz - als habe die Tochter des Präsidenten, die damals kein politisches Amt innehatte, die gleiche Bedeutung wie Europas mächtigste Regierungschefin.

Doch während sich Europas Kolumnisten echauffierten, sah die Bundeskanzlerin die Gunst der Stunde. Auf Fotos und Filmaufnahmen sieht man Merkel und Ivanka Trump flüstern, lächeln und lachen.

Das Ergebnis der Unterredung: Die Kanzlerin lud die Präsidententochter ein, an einem internationalen Gipfel zur Stärkung von Frauen teilzunehmen, der heute in Berlin stattfand.

Trump tat, was man von mächtigen Familienclans in der Dritten Welt kennt

Ein kluger Schachzug. Denn die Kanzlerin hatte erkannt, wie sie einen Draht zu dem unberechenbaren und sprunghaften Präsidenten aufbauen kann, der sie als "verrückt" bezeichnet hatte und ihr vorwarf, Deutschland zu ruinieren.

Ivanka ist Merkels Hintertür ins Weiße Haus.

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Die bedeutende Rolle von Ivanka Trump im Weißen Haus wird sowohl in den USA als auch in Europa heftig kritisiert. Donald Trump gab Ivanka, die weder gewählt ist noch irgendeine politische oder diplomatische Erfahrung hat, einen unbezahlten Posten als Beraterin, ein Büro im Weißen Haus und Sicherheitsfreigaben für Dokumente mit Geheimhaltung. Trump verhielt sich, wie man es von mächtigen Familienclans in der Dritten Welt kennt.

Merkel spielte die Karten aus, die ihr gegeben wurden

Doch Merkel entschied sich, die Karten auszuspielen, die ihr gegeben wurden. Sie beschloss, Ivankas Einfluss im Weißen Haus weiter zu stärken.

In Berlin wurde Ivanka Trump heute empfangen wie ein hochrangiger Diplomat. Auch die Königin der Niederlande, Maxima, die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland und die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, kamen zu der Tagung.

Ihr Besuch gibt Ivanka die Möglichkeit, die Skeptiker in den USA umzustimmen. Er wirkt - auch Kanadas Außenministerin Chrystia Freeland und Königin Maxima haben nach Angaben des Weißen Hauses Auftritte von Invanka Trump angefragt.

Dass sie die mächtigste Frau in den USA ist, wird nach diesem Besuch keiner mehr in Frage stellte. Auch dank Merkels Hilfe.

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(ks)

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