Macron führt nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen - Frankreich-Wahl im Live-Blog

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Macron führt nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen - Frankreich-Wahl im Live-Blog | Charles Platiau / Reuters
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  • Frankreich wählt am Sonntag einen neuen Präsidenten
  • Laut der ersten Hochrechnung ziehen Macron und Le Pen in den zweiten Wahlgang ein

Bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich liegen der Mitte-Links-Politiker Emmanuel Macron und die Rechtspopulistin Marine Le Pen nach ersten Hochrechnungen vorn.

Das französische Innenministerium hat einen Zwischenstand nach der Auszählung fast aller Stimmen herausgegeben:

Vorläufiges Endergebnis nach Auszählung aller Stimmen:
  • Emmanuel Macron (En Marche): 23,86 Prozent
  • Marine Le Pen (Front National): 21,43 Prozent
  • Francois Fillon (Les Republicains): 19,94 Prozent
  • Jean-Luc Mélenchon (Parti de Gauche): 19,62 Prozent
  • Benoit Hamon (Socialistes): 6,35 Prozent
  • Nicolas Dupont-Aignan (parteilos): 4,73 Prozent

Die Wahlbeteiligung lag bei gut 78 Prozent.

Hier erfahrt ihr alle Nachrichten zur französischen Präsidentschaftswahl:

03:34 Uhr: Macron führt in Paris, Le Pen abgeschlagen

Der sozialliberale Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron führt auch in der französischen Hauptstadt Paris, während seine rechtspopulistische Kontrahentin Marine Le Pen dort weit abgeschlagen ist. Laut Zahlen des Innenministeriums vom frühen Montagmorgen kam Macron auf 34,83 Prozent der Stimmen in Paris und lag damit vor dem Konservativen François Fillon, der 26,45 Prozent erreichte. Le Pen, die mit Macron in die Stichwahl am 7. Mai kommen wird, belegt nur Platz fünf mit 4,99 Prozent.

00:05 Uhr: Macron führt nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen

Nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen führt Emmanuel Macron knapp vor Marine Le Pen. Der unabhängige Links-Mitte-Kandidat kommt laut dem französischen Innenministerium demnach auf 23,38 Prozent der Stimmen, Le Pen auf 22,7 Prozent.

Es folgen der Konservative Francois Fillon mit 19,71 Prozent und der Linke Jean-Luc Mélenchon mit 19,02 Prozent.

00:00 Uhr: Le Pen und Macron fehlt Unterstützung im Parlament

Egal, ob am Ende die Rechtspopulistin Le Pen oder der linksliberale Macron die Stichwahl gewinnen wird - das französische Präsidentenamt wird von einem politischen Außenseiter übernommen werden. Das wird vor allem beim Blick auf Frankreichs Parlament deutlich: Macrons Bewegung "En Marche!" hat dort keinen Sitz, Le Pens Front National bloß zwei.

Beide müssten also - zumindest bis zu den Parlamentswahlen im Juni diesen Jahres - ohne Unterstützung der Legislative regieren. Selbst in der Präsidialrepublik Frankreich ist das ein nahezu unmögliches Unterfangen.

23:51 Uhr: Umfragen-Experte Nate Silver mit Abgesang auf Rechtspopulisten weltweit

Nate Silver, Umfrage-Experte aus den USA und Chef des Umfrageinstituts FiveThirtyEight, weist angesichts der Ergebnisse in Frankreich auf das schlechte Abschneiden von Rechtspopulisten weltweit hin. "Seit Trump gewonnen hat, haben nationalistische Kandidaten sehr schlecht abgeschnitten", schreibt Silver auf Twitter. "Wilders und Le Pen sind auf der Zielgeraden eingebrochen, Hofer hat in Österreich zu wenig geleistet."

23:38 Uhr: EU-Kommissionspräsident wünscht Macron Glück für die Stichwahl

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat dem Linksliberalen Emmanuel Macron zum guten Abschneiden in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich gratuliert. In einem Telefonat wünschte er Macron Glück für die Stichwahl in zwei Wochen, wie Junckers Sprecher am Sonntagabend mitteilte.

23:22 Uhr: Antifaschisten randalieren in Paris

Mehrere Hundert vorwiegend jugendliche Demonstranten haben am Abend der französischen Präsidentenwahl in Paris randaliert. Ungefähr 300 Menschen folgten einem Aufruf antifaschistischer Bewegungen und kamen am Sonntag auf dem Bastille-Platz in der Hauptstadt zusammen, wie die Nachrichtenagentur AFP meldete. Die Polizeipräfektur rief Autofahrer über Twitter dazu auf, den Bereich zu meiden.

Einige der Versammelten warfen Flaschen und Knaller auf die in großer Zahl anwesenden Polizisten. Einige waren vermummt und schwarz gekleidet. Drei Personen wurden von den Sicherheitskräften festgesetzt.

23:06 Uhr: Erste Mal, dass zwei Kandidaten unter 25 Prozent in die Stichwahl kommen

Die Journalistin Olivia Gregorie stellte gegenüber dem Sender France 24 fest, dass es das erste Mal sei, dass zwei Kandidaten unter 25 Prozent in die Stichwahl kommen. Außerdem sei es mit Francois Fillon das erste Mal seit 50 Jahren der Fall, dass ein Kandidat mit 20 Prozent der Stimmen es nicht in die zweite Wahlrunde schafft.

22:55 Uhr: Bundesregierung erfreut über den Erfolg von Macron

Steffen Seibert hat Emmanuel Macron im Namen der Bundesregierung alles Gute für die nächsten zwei Wochen gewünscht. "Gut, dass Emmanuel Macron mit seinem Kurs für eine starke EU und soziale Marktwirtschaft Erfolg hatte", schrieb der Regierungssprecher auf Twitter.

22:35 Uhr: Macron: "Ich will der Präsident der Patrioten sein im Angesicht der nationalistischen Bedrohung"

Der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron hat sich zum Ausgang der Frankreich-Wahl geäußert. Der Stimmgang habe "die Tür für Optimismus und Hoffnung in Europa und der Welt geöffnet."

"Ich erkenne eure Erwartungen", sagte Macron seinen Anhängern. "Und in zwei Wochen will ich euer Präsident sein. Der Präsident aller Menschen in Frankreich. Ein Präsident der beschützt, der verändert, der aufbaut. Ein Präsident der Innovationen und Reformen ermöglich. Ein Präsident, der denen hilft die wenig haben, die vom Leben gezeichnet sind, die Arbeit, Gesundheit und Solidarität brauchen."

Macron bedankte sich bei all seinen Gegenkandidaten - ließ dabei aber Marine Le Pen bewusst aus. "Vergesst niemals diese Monate, in denen ihr den Kurs unseres Landes verändert habt", rief Macron der jubelnden Menge zu.

22:13 Uhr: Umfrage sieht Macron als klaren Favoriten für die Stichwahl

Das Umfrage-Institut Ipsos hat eine Umfrage über die Chancen von Le Pen und Macron im zweiten Wahlgang durchgeführt. Das Ergebnis fällt deutlich aus: 62 Prozent der Befragten erwarten in der Stichwahl einen klaren Sieg des unabhängigen Kandidaten Macron.

22:07 Uhr: Grünen-Vorsitzende Göring-Eckardt dankt Frankreich und Macron

Die Grünen-Vorsitzende Katrin Göring-Eckardt zeigte sich ob des Wahlergebnis in Frankreich erleichtert.

22:03 Uhr: Wagenknecht gratuliert linkem Kandidaten Mélenchon

Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat dem linken Kandidaten Jean-Luc Mélenchon zu seinem Ergebnis bei der Wahl gratuliert. "Fast 20 Prozent: ein grandioses Ergebnis für die französische Linke!", schrieb Wagenknecht.

21:52 Uhr: Französisches Innenministerium: Le Pen nach Auszählung von 2 Millionen Stimmen vorne

Der Sender France 24 berichtet, dass französische Innenministerium habe mitgeteilt, dass Marine Le Pen nach Auszählung von 2 Millionen Stimmen mit 24,38 Prozent vorne liegt. Macron käme demnach auf 22,19 Prozent, Fillon auf 19,63 Prozent und Mélenchon auf 18,09 Prozent.

Der Sender gibt zu bedenken, dass zu diesem Zeitpunkt die Stimmen aus den großen Städten noch nicht ausgezählt wurden.

Auch der Sender Al Arabiya berichtet über diese Zahlen.

21:43 Uhr: Proteste nach Verkündigung der ersten Hochrechnungen

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass es nach der Wahl zu Protesten. Bilder zeigen, wie sich Demonstranten Straßenschlachten mit Polizisten liefern.

21:38 Uhr: Schulz fordert auf, Macron zu wählen

Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz fordert in einem Tweet dazu auf, für Macron und gegen die Nationalistin Le Pen zu stimmen.

21:36 Uhr: Wahlforscher nah am Wahlergebnis

ARD-Korrespondent Markus Preiß schreibt auf Twitter, die französischen Meinungsforscher würden sich gratulieren. Denn ihre Umfragewerte vor der Wahl sind sehr nah an der ersten Hochrechnung.

21:34 Uhr: Sigmar Gabriel gratuliert Macron

In einer Videobotschaft gratuliert Deutschlands Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) dem unabhängigen Kandidaten Macron: "Ich bin froh, dass Emmanuel Macron die Wahlen anführen wird. Er war der einzige wirklich pro-europäische Kandidat", sagt er.

21:28 Uhr: Le Pen: "Ich werde die französische Nation verteidigen"

Marine Le Pen hat auf den Ausgang der Frankreich-Wahl reagiert. Es sei für sie eine Ehre, in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl zu sein. "Das ist der erste Schritt für mich in den Élysées Palast. Ich habe nun die Verantwortung, die französische Nation zu verteidigen", sagte Le Pen.

Der Ausgang der Wahl sein ein Akt des französischen Stolzes, eine Wahl für "einen fundamentalen Wander der Politik".

"Die Zeit ist gekommen, die Franzosen von all diesen arroganten Menschen zu befreien, die uns ihrer Diktatur unterwerfen wollen", sagte Le Pen. "Was auch immer Sie im ersten Wahlgang gewählt haben, verabschieden sie sich von ihren Vorurteilen."

Das Überleben Frankreichs stünde auf dem Spiel. "Lang lebe die Franzosen, lang lebe die Republik und lang lebe Frankreich", beendete die rechte Politikerin ihre Rede.

21:19 Uhr: Ultra-Linker Mélenchon will nicht aufgeben

Der linke Kandidat Jean-Luc Mélenchon will offenbar noch nicht aufgeben, obwohl er mit 19,6 Prozent etwas abgeschlagen auf dem vierten Rang liegt.

In einem Beitrag auf Facebook schreibt Mélenchon, halte die erste Hochrechnung nicht für korrekt. Für die größeren Städte seien noch keine Ergebnisse bekannt. Hier haben die Wahllokale erst um 20 Uhr geschlossen. Mélenchon ruft die Kommentatoren zur Zurückhaltung auf.

20:54 Uhr: Sozialist Hamon spricht von Wahl-Desaster

Frankreichs Sozialisten haben in den letzten fünf Jahren mit Francois Hollande den Präsidenten eingestellt - und liegen mit ihrem Kandidaten Benoît Hamon nun abgeschlagen mit knapp 6 Prozent der Stimmen auf dem fünften Platz.

Hamon hat seine Wahlniederlage eingestanden und zur Unterstützung des pro-europäischen Emmanuel Macron aufgerufen. "Ich bin dabei gescheitert, das Desaster, das sich angekündigt hatte, zu verhindern. Ich übernehme dafür die volle Verantwortung", sagte Hamon am Sonntagabend vor seinen Anhängern.

Die "Auslöschung der Linken durch die extreme Rechte" sei eine schwere Wahlniederlage. "Ich rufe dazu auf, die Front National so deutlich wie möglich zu schlagen, mit Stimmen für Emmanuel Macron, auch wenn er nicht der Linken angehört."

20:48 Uhr: Konservativer Kandidat Fillon: "Ich werde Macron wählen!"

Der konservative Kandidat hat sich zu den ersten Wahlprognosen geäußert. Er dankte seinen Anhängern und gestand seine Niederlage ein. Die Konservativen könnten bei den Regionalwahlen wieder ihre Stärke zeigen.

Fillon warnte auch vor Marine Le Pen. Die Menschen müssten sich jetzt für die beste Zukunft Frankreichs entscheiden. "Eine radikale Partei steht an der Stufe zur Macht. Sie hat eine Geschichte der Gewalt und des Extremismus und will Frankreich spalten", sagte er über den Front National. "Ich werde Macron wählen", kündigte Fillon an.

20:37 Uhr: Belgiens Premier Michel gratuliert Macron

Belgiens Regierungschef Charles Michel hat dem Bewerber Emmanuel Macron zum prognostizierten Erfolg bei der ersten Runde der Präsidentenwahl in Frankreich gratuliert. "Herzliche Glückwünsche, und ich wünsche Erfolg für ein europäisches Projekt, optimistisch und in die Zukunft gerichtet!", schrieb Michel am Sonntagabend auf Twitter.

20:27 Uhr: Premierminister Cazeneuve fordert dazu auf, Macron zu wählen

Der sozialistische Premierminister Bernard Cazeneuve fordert seine Anhänge dazu auf, für Macron im zweiten Wahlgang zu stimmen. Er hatte im Wahlkampf den Kandidaten seiner Partei, Benoît Hamon, abgestimmt. Der landete aber nur bei 6,2 Prozent und hat höchstwahrscheinlich keine Chance mehr auf den zweiten Wahlgang.

20:24 Uhr: Niederlage für die etablierten Parteien

Das Ergebnis der ersten Hochrechnung stellt auch eine Niederlage für die etablierten Parteien, die Sozialisten und die Konservativen, in Frankreich dar. Darauf weist auch der französische Journalist Hugo Clément in einem Tweet hin:

20:22 Uhr: Konservative und Sozialisten rufen zur Wahl Macrons auf

Der konservative Politiker Christian Estrosi fordert seine Anhänger auf, im zweiten Wahlgang für Emmanuel Macron zu stimmen. Der ehemalige Bürgermeister von Nizza ist kein Freund des eigenen Präsidentschaftskandidaten Francois Fillon, der es laut der ersten Hochrechnung nicht in den zweiten Wahlkampf geschaffen hat.

Mehrere Politiker der Republikaner rufen nun dazu auf, für den unabhängigen Macron zu stimmen - obwohl die Niederlage ihres eigenen Kandidaten Fillon noch nicht definitiv feststeht.

Auch der sozialistische Kandidat Benoît Hamon hat in einer Rede seine Anhänger aufgefordert, ihr Kreuz im zweiten Wahlgang bei Macron zu machen.

20:15 Uhr: Nichte von Le Pen gratuliert zu "historischem Sieg"

Die Nichte von Marine Le Pen, Marion Maréchal-Le Pen, gratuliert Le Pen. Es handele sich um “einen historischen Sieg für die Patrioten und die Souveränisten.”

Maréchal-Le Pen eine Abgeordnete für den Front National für das Département Vaucluse.

20:06 Uhr: Macron in erster Hochrechnung vor Le Pen

Laut ersten Hochrechnungen führt der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron bei der französischen Präsidentschaftswahl. Er kommt auf 23,8 Prozent. Hinter im liegt die Rechtspopulistin Marine Le Pen mit 21,6 Prozent.

Dahinter kommen der Konservative Francois Fillon mit 20,3 Prozent und der Linke Jean-Luc Melenchon 19,6 Prozent.

Bei diesen knappen Abständen könnte Fillon im Verlauf des Abends noch aufholen.

19:43 Uhr: Frankreich, die "Präsidenten-Monarchie"

Wer auch immer die Wahl gewinnt: Er oder sie wird eine Menge Macht bekommen. Oft wird über Frankreich als "Präsidenten-Monarchie" gesprochen.

Der Präsident ist Armeechef und kann über Militäreinsätze und den Gebrauch von Atomwaffen entscheiden. Für längere Einsätze oder eine Kriegserklärung benötigt er das Einverständnis des Parlaments. Er ernennt den Premierminister und die übrigen Regierungsmitglieder, die aber faktisch eine Mehrheit in der Nationalversammlung brauchen - die Abgeordneten könnten sie sonst per Misstrauensvotum stürzen.

Gesetze verabschiedet das Parlament. Der Präsident kann jedoch die Nationalversammlung auflösen und Referenden ansetzen.

19:31 Uhr: SMS mit falschen Wahlergebnissen im Umlauf

Das französische Innenministerium warnt vor SMS, die falsche Ergebnisse des Ministeriums zur Wahl verbreiten. Die Behörde weist auf Twitter darauf hin, dass das Innenministerium keine SMS verschicke.

19:29 Uhr: Mehr Nichtwähler als bei der Wahl im Jahr 2012

Der Sender France 24 berichtet über den Anteil der Nichtwähler bei der Wahl. Demnach hätten 23 Prozent der Franzosen nicht an der Wahl teilgenommen. Bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2012 waren es mit knapp 20 Prozent weniger gewesen.

Die Zahlen stammen vom Umfrage-Institut Ifop. Es berichtet demnach von einer Wahlbeteiligung von 77 Prozent.

19:00 Uhr: Die ersten Wahllokale haben geschlossen

Um 19 Uhr schließen die ersten Wahllokale. In größeren Städten kann noch bis 20 Uhr gewählt werden. Dann werden auch die ersten Prognosen verkündet. In Frankreich ist es verboten, vor 20 Uhr erste Zahlen zum Wahlergebnis zu veröffentlich.

Für ausländische Medien gilt das nicht. Laut Nachwahlbefragungen des belgischen öffentlich-rechtlichen Senders RTBF liegt der Liberale Emmanuel Macron bei etwa 24 Prozent, dahinter die Rechtsextreme Marine Le Pen, der Linke Jean-Luc Mélenchon und der Konservative François Fillon mit je zwischen 18 und 20 Prozent.

Verlässlich sind diese Zahlen jedoch nicht. Bis 20 Uhr werden wir uns für ein verlässlicheres Bild zum Ergebnis der Präsidentschaftswahl gedulden müssen.

18:00 Uhr: Wahlbeteiligung knapp unter Niveau von 2012

Bei der ersten Runde der französischen Präsidentenwahl war die Beteiligung bis zum späten Nachmittag ein wenig niedriger als bei der letzten Abstimmung vor fünf Jahren. Bei gutem Wetter in ganz Frankreich gaben am Sonntag nach Angaben des Innenministeriums von 17.00 Uhr rund 69,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. 2012 hatten bis zum gleichen Zeitpunkt rund 70,6 Prozent der Wähler abgestimmt; damals lag die Beteiligung im ersten Wahlgang am Ende bei rund 79,5 Prozent.

Allerdings sind die Wahllokale diesmal eine Stunde länger bis 19.00 Uhr geöffnet. In den großen Städten wird - wie schon beim letzten Mal - sogar bis 20.00 Uhr gewählt.

Die letzten Umfragen vor der Wahl ließen ein spannendes Rennen erwarten. Weil die Rechtspopulistin Marine Le Pen ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft Frankreichs will, gilt die Abstimmung als Richtungswahl für Europa. Die endgültige Entscheidung dürfte erst bei einer Stichwahl in zwei Wochen fallen.

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