Bericht: 950 islamistische Gefährder leben in Deutschland - nur 100 können abgeschoben werden

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Bericht: 950 islamistische Gefährder leben in Deutschland - nur 100 können abgeschoben werden (Symbolbild) | Fabrizio Bensch / Reuters
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  • Laut einem Medienbericht zählen die Behörden in Deutschland 950 islamistische Gefährder und ähnlich "relevante Personen"
  • Davon sollen nur 100 Personen ausreisepflichtig sein - denn zwei Drittel der 950 Personen seien deutsche Staatsbürger

In Deutschland leben einem Zeitungsbericht zufolge derzeit 950 islamistische Gefährder und als ähnlich gefährlich betrachtete "relevante Personen" aus deren Umfeld. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Als Gefährder stuft die Polizei Extremisten ein, denen sie zutraut, einen Anschlag zu begehen.

Brisant: Nur gut 100 von diesen könnten abgeschoben werden.

Denn rund zwei Drittel der 950 Gefährder und relevanten Personen sind nach Angaben des Ministeriums deutsche Staatsbürger. Von den Verbleibenden ist wiederum nur ein Drittel ausreisepflichtig.

Von den 100 ausreisepflichtigen Personen seien zudem 30 Prozent türkische Staatsangehörige, berichtet die "FAS".

13 Gefährder dieses Jahr abgeschoben

Eine Recherche bei den Landesinnenministerien habe zudem ergeben, dass 13 islamistische Gefährder seit Jahresbeginn in ihre Heimatländer abgeschoben worden seien, davon sieben nach Tunesien. Das Bundesinnenministerium berichtete jedoch nur von 10 Abschiebungen seit Jahresbeginn.

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Die Gesamtzahl der Gefährder im engeren Sinne bezifferte der Präsident des Bundeskriminalamts, Holger Münch, am Freitagabend im ZDF auf rund 650.

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(jg)

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