Baby stirbt kurz nach seiner Geburt - Familie darf sich 18 Tage lang von ihm verabschieden

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MENINGITIS
Laura Elliot hat ihren Sohn Cowen verloren - dank eines Kühlkissens durfte sie sich 18 Tage lang verabschieden | Facebook
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Familie Elliot aus England hat ein tragisches Schicksal ereilt. Ihr Sohn Cowen starb nur 17 Tage nach seiner Geburt. Bei dem Säugling wurden Meningokokken diagnostiziert, die zu einer Meningitis führten.

Die Infektion führte letztendlich zu dem frühen Tod des Kindes, berichtet die britische Tageszeitung "Daily Mail". Trotzdem blieben Cowens Familie noch ganze 18 Tage, um sich von dem Kleinen zu verabschieden - dank eines speziellen Kühlkissens.

Das stellte ihnen das örtliche Bestattungsunternehmen zur Verfügung. "Als ich von dieser Möglichkeit gehört habe, wusste ich, dass es unserer Familie helfen würde. Es war einfach großartig", erzählt Lauren Elliot, Cowens Mutter, der "Daily Mail".

Durch das Kissen konnte sich die Familie angemessen verabschieden

"Das Kissen hat mich und meine Familie mit Cowen zusammengeschweißt und es uns ermöglicht, sich angemessen von ihm zu verabschieden."

Die Eltern hätten das Kind sogar mit Nachhause nehmen dürften, verzichteten aber aus Rücksicht auf die 3 und 6 Jahre alten Geschwister Cowens darauf.

Laura Elliot ist allerdings auch klar, dass so ein Kühlkissen nicht für alle trauernden Eltern in Frage kommt. Trotzdem haben die Elliots eine Spendenaktion ins Leben gerufen - um dem örtlichen Krankenhaus ein solches Kissen kaufen zu können. So könnten in Zukunft auch andere Eltern profitieren und ganz in Ruhe Abschied von ihrem geliebten Kind nehmen.

Die Symptome einer Meningitis dürfen nicht unterschätzt werden

Außerdem möchte Cowens Mutter auf die Krankheit aufmerksam machen, die ihrem Sohn das Leben nahm. Bei einer Meningitis handelt es sich um eine Hirnhautentzündung, die durch Viren ausgelöst wird. Sie kann sich, wenn nicht schnell behandelt, innerhalb weniger Stunden zu einem lebensbedrohlichen Notfall entwickeln.

Cowens Körper war plötzlich voll von Flecken und Blutergüssen. Weitere Symptome sind hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen - ähnlich eines grippalen Infekts. Je schneller die Symptome behandelt werden, desto größer ist die Chance auf eine Heilung.

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(jg)

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