Verbraucherschützer warnt: Das unterschreibt ihr auf dem Kassenbon, ohne es zu merken

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KASSENBON
Viele Kunden wissen nicht, was sie auf dem Kassenbon unterschreiben. | iStock
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Jeder Supermarktkunde kennt das Problem: Die Schlange hinter einem wird immer länger, an der Kasse muss es dementsprechend schnell gehen. Also unterschreiben viele Käufer den Kassenbon, ohne ihn davor genau überprüft zu haben.

"Hand aufs Herz: Wer würde das Kleingedruckte hinten auf einem Bon lesen - zumal in der hektischen Situation des Bezahlvorgangs?“, fragt Klaus Müller, der Chef der Verbraucherzentrale des Bundesverbands.

Dennoch: "Man sollte wachsam sein“, warnt Müller gegenüber "Focus Online".

Der Bon dient nicht nur den Kunden

Der Bon dient nämlich nicht nur den Kunden, die damit nochmal alle Preise überprüfen können - er dient auch den Unternehmen, bei denen eingekauft wird. Mit der Unterschrift erlaubt der Käufer, den Betrag vom Konto der EC-Karte einzuziehen.

Er erlaubt den Unternehmen allerdings auch, an Bankdaten zu kommen, sollten diese den Betrag nicht einziehen können. Durch mangelnde Deckung des Kontos beispielsweise. Solche Fälle dürfen dann auch an andere Anbieter weitergeleitet werden.

Zudem sind die Märkte auch an dem Einkaufsverhalten der Käufer interessiert und könnten so eventuell auch andere Daten abfragen.

"Das wäre nicht zulässig"

"Wenn sie nicht offen und ehrlich danach fragen, sondern das in so eine Unterschriftserklärung hineinschummeln - das wäre nicht zulässig", sagt Müller. Deshalb sei es wichtig, dass jeder Kunde die Rückseite des Kassenbons lese - bevor er unterschreibt.

Mehr zum Thema: Aus diesem Grund gibt es im Supermarkt fast immer eine Bäckerei im Eingangsbereich

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(lk)

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