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20/04/2017 15:40 CEST | Aktualisiert 20/04/2017 15:41 CEST

"Er soll Präsident werden": Pamela Anderson mischt sich in französischen Wahlkampf ein

Mario Anzuoni / Reuters
Warum Pamela Anderson im französischen Wahlkampf mitmischt

  • Schauspielerin Pamela Anderson unterstützt im französischen Wahlkampf den linken Kandidaten Melenchon

  • Denn: Er engagiert sich für den Wikileaks-Gründer Julian Assange - ein Idol Andersons

Hollywood-Star Pamela Anderson interessiert sich sehr für den französischen Wahlkampf.

Die ehemalige “Baywatch”-Nixe hat unter den elf Kandidaten auch für sich einen Favoriten ausgewählt: den Ultra-Linken Jean-Luc Melenchon.

Das mag zunächst bizarr klingen. Aber Anderson hat einen Grund, warum sie den 65-Jährigen öffentlich unterstützt. Ihre Motivation: Julian Assange, der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks.

Anderson hat bereits mehrfach ihre Bewunderung für den umstrittenen Aktivisten öffentlich gemacht. Daher interessiert sie sich für die Position der französischen Präsidentschaftskandidaten . Und Melenchon ist eben einer der wenigen, die sich nach ihrer Wahl für Assange einsetzen wollen.

"Präsident Melenchon. Bitte schön!"

“Le Pen und Melenchon wurden beide von den USA ausspioniert und beide sind dafür, Julian Assange Asyl oder eine Staatsbürgerschaft zu gewähren”, schrieb Anderson auf ihrer Webseite. Um klar zu machen, wem ihre Unterstützung gilt, fügt sie hinzu: “Präsident Melenchon. Bitte schön!”

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter hat die Schauspielerin am Mittwoch dann zwei Mitbewerber Melenchons, den unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron und den konservativen Politiker Francois Fillon, gefragt, wie sie zu Assange stehen: “Was ist Macrons oder Fillons Position zu Assange?”

Über ihren Favoriten schrieb Anderson noch einmal: “Melenchon wird Assange und Snowden die Staatsbürgerschaft und eine Ehrenmedaille geben, wenn er gewählt wird.”

Aber es gibt noch weitere Gründe für Anderson, den linken Kandidaten anzupreisen.

Auf ihrer Webseite schreibt sie über Melenchon, er sei “ein Verteidiger der Tierrechte”. Anderson ist selbst eine glühende Peta-Aktivistin, die sich für den Schutz von Tieren einsetzt. Außerdem würde sich Melenchon für mehr soziale Gerechtigkeit und gegen den Klimawandel engagieren.

Mehr zum Thema: BLOG: Brief an meinen Neffen, der den Front National bei den Präsidentschaftswahlen wählen will

Hollywood ist für den Kommunisten

Zuletzt hatten sich auch einige Hollywood-Schauspieler mit einer Petition in den französischen Wahlkampf eingemischt. Auch ihr Ziel: Melenchon solle Frankreichs Präsident werden.

In ihrer Petition schrieben “Spotlight”-Star Mark Ruffalo und “Lethal Weapon”-Schaupsieler Danny Glover: “Frankreich: Bitte wiederholt nicht die Tragödie Clinton vs. Trump”. Die Franzosen sollten in einer Stichwahl nicht, wie die Amerikaner, zwischen einem Konzern-hörigen und einem rechtspopulistischen und fremdenfeindlichen Kandidaten wählen müssen.

Die Rechtspopulistin Le Pen entspricht für sie dem amtierenden US-Präsidenten Trump, der liberale Kandidat Macron der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton.

Jean-Luc Melenchon bedankte sich auf Twitter für die Unterstützung von prominenter Seite.

In den letzten Umfragen vor dem ersten Wahlgang am Sonntag liegt Melenchon mit 19 Prozent auf dem vierten Rang, knapp hinter Fillon, Le Pen und Macron.

Dieser Artikel erschien zuerst bei der Huffington Post Frankreich und wurde von Leonhard Landes übersetzt und ergänzt.

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(ben)

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