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Kims Trumpf ist nicht die Atombombe - warum die USA Nordkorea niemals angreifen können

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Die US-Regierung droht Nordkorea und schließt dabei sogar ein militärisches Vorgehen nicht aus. Kim Jong Un schießt zurück - sein UN-Botschafter droht sogar mit einem möglichen Atomkrieg.

Wie ernst kann man die Drohungen der USA gegenüber Nordkorea nehmen? Der Schweizer Militärstratege Albert A. Stahel weist darauf hin, dass das kommunistische Regime ein viel stärkeres Druckmittel als die Atombombe hat.

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Er sagte "Focus Online", dass Nordkorea im Falle eines US-Angriffs Seoul in Schutt und Asche legen würde. In der Stadt leben rund 10 Millionen Menschen, sie ist etwa 40 Kilometer von der demilitarisierten Zone entfernt.

Südkorea ist ein Verbündeter der USA – es ist also unwahrscheinlich, dass Washington ohne Absprache mit Seoul das Risiko einer derartigen Zerstörung billigend in Kauf nimmt.

Ähnlich sieht es der US-Sicherheitsexperte Terence Röhrig. Er urteilte daher im Gespräch mit dem "Forbes"-Magazin: "Solange es keine klaren Anzeichen dafür gibt, dass sich Nordkorea auf eine Attacke vorbereitet, erzeugt die Aussicht auf Millionen Tote eine große Zurückhaltung."

Nur, wenn die USA und ihre Verbündeten sowohl die konventionellen als auch die nuklearen Waffen zerstören oder die nordkoreanische Führung sicher ausschalten könnten, komme ein Angriff derzeit in Betracht, so der Experte.

Doch dazu reiche derzeit die Aufklärung nicht aus.

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