Mega-Farmen in Shanghai: Inmitten von Hochhäusern soll Nahrung für Millionen von Menschen wachsen

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SHANGHAI
Architekten wollen mitten in Shanghai Grünkohl anbauen und Fische züchten | Twitter/Sasaki
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  • Im Sunqiao Urban Agricultural District in Shanghai sollen "vertikale Bauernhöfe" entstehen
  • Die Architekten der Firma Sasaki wollen auf Hydrokulturen und auf die Aufzucht von Fischen in Aquakulturen setzen
  • Gewächshäuser und Algenfarmen sollen ebenfalls Nahrung für die Städter liefern

Wie lassen sich Städte gestalten, so dass sie vielen Menschen Wohnraum und Lebensqualität bieten? Die Architekten der Firma Sasaki haben nun eine neue Idee ins Spiel gebracht.

Sie wollen Bauernhöfe nach Shanghai bringen. Da es dort wenig freien Raum gibt und die Bodenpreise hoch sind, sollen die Bauernhöfe schlicht in die Höhe statt in die Breite wachsen.

Die Architekten wollen dazu sogenannte "vertical farms", also vertikale Bauernhöfe, in Shanghai einrichten, berichtet das Online-Portal "Inhabitat".

Inmitten von Wolkenkratzern aus Metall und Glas sollen im "Sunqiao Urban Agricultural District" Pflanzen wachsen. Sie werden in mehreren, übereinander liegenden Ebenen angepflanzt. In den Mega-Farmen soll Nahrung für 24 Millionen Menschen produziert werden, behauptet die Architekten Firma Sasaki.

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Auch wandeln die Pflanzen Kohlendioxid in Sauerstoff um und fangen Moleküle ein, die die Luft verschmutzen. Zudem ist geplant, Nutzpflanzen zu züchten, um so einen Teil der Bevölkerung ernähren zu können.

Algenfarmen, Saatgutlager und Hydrokulturen

Um den begrenzten Raum möglichst optimal zu nutzen, sollen etwa auch Algenfarmen, Gewächshäuser und Saatgutlager installiert werden. Die Planer des Projektes setzen auch auf Hydrokulturen und auf die Aufzucht von Fischen in Aquakulturen.

"Das Projekt wird es uns erlauben, unsere Nahrung nachhaltiger anzubauen und gleichzeitig die Lebensqualität in der Stadt durch Restaurants, Märkte, eine Kulinarik-Akademie sowie Pflanzen zum selber ernten zu verbessern", teilt die Architekturfirma Sasaki mit.

Unscharfe Trennung zwischen Stadt und Land

"Unsere Städte wachsen immer mehr. Deshalb müssen wir hinterfragen, was wir als städtisch und was als ländlich betrachten", heißt es von der Firma weiter.

Für am Projekt interessierte Besucher soll es in Zukunft ein interaktives Gewächshaus, ein Technikmuseum sowie eine Aquakultur zu bestaunen geben, berichtet "Inhabitat".

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(ll)