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Krankenkasse lässt todkranken Lukas (2) im Stich - jetzt braucht seine Familie eure Hilfe

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Krankenkasse lässt todkranken Lukas (2) im Stich - jetzt braucht seine Familie eure Hilfe | Facebook/Graziella Kristahn
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Die Familie des zweijährigen Lukas aus München kämpft jeden Tag um das Leben ihres Sohnes. Die Eltern wollen dem Jungen, der an der so genannten spinalen Muskelatrophie Typ 1 erkrankt ist, einen Alltag mit vielen glücklichen Momente bescheren.

Diese Muskelatrophie ist eine bestimmte Form des Muskelschwunds. Die Krankheit wurde erst fünf Monate nach der Geburt des mittlerweile Zweijährigen diagnostiziert.

Damals hatte sein älterer Bruder entdeckt, dass Lukas sich nicht mehr im Bett dreht und nicht mehr seinen Kopf anheben kann.

Mit einem speziellen Rollstuhl könnte Lukas viel mehr Ausflüge machen

"Die Ärzte beruhigten uns erst", sagte die Mutter von Lukas der Tageszeitung “Münchner Merkur”. "Sie meinten nur: Das wird schon. Er sei halt faul”.

Doch eine Fachärztin diagnostizierte dann die Muskelatrophie. Bei dieser seltenen und unheilbaren Krankheit werden immer mehr motorische Nervenzellen im Rückenmark zerstört, teilweise sind auch Hirnnerven betroffen.

“Seine Atmung wird täglich schwächer”, sagte die Mutter. Denn die Zerstörung der Nervenzellen wirkt sich auf die Bewegungsmöglichkeiten aus, im Extremfall werden auch Schluck-, Kau- und Sprechfunktionen eingeschränkt.

Die Ärzte gaben ihm bei der Diagnose noch höchstens zwei Jahre Lebenszeit - doch der kleine Kämpfer feiert dieses Jahr seinen dritten Geburtstag.

Die Krankenkasse möchte keinen Rollstuhl bezahlen

Damit Lukas auf Familienausflüge und auf den Spielplatz kann, braucht die Familie nun einen speziell angefertigten Rollstuhl.

Doch die Krankenversicherung der Familie möchte diese Anschaffung nicht bezahlen. "Vielleicht wollen die ja auch nur Zeit schinden. Das tut wirklich weh“, sagte die Mutter dem "Münchner Merkur”.

Leider kann die Familie nicht allein für den mehr als 8000 Euro teuren Rollstuhl aufkommen. Die Mutter kümmert sich Vollzeit um ihren kranken Sohn, der Vater hat noch mit einer Krebserkrankung zu kämpfen und muss neben seiner Arbeit für einen Mobilfunkanbieter regelmäßig zur Therapie.

Die Familie hat bereits eine Homepage (www.unserlukas.de) eingerichtet - mit einem Spendenaufruf für Lukas. Denn so schnell geben die Eltern nicht auf und zeigen sich kämpferisch.

“Es gibt auch schöne Momente in unserem Leben. Lukas lacht ja viel”, sagte die Mutter der Zeitung. Ein Traum für die Mutter wäre es, mit der ganzen Familie einmal Urlaub zu machen und Lukas etwas von der Welt zeigen zu können.

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(pb)