LIFESTYLE
20/04/2017 15:27 CEST | Aktualisiert 20/04/2017 15:30 CEST

Als die Dorfbewohner am Morgen aus dem Fenster sehen, taucht eine riesige weiße Wand vor ihnen auf

Das kleine Dorf Ferryland auf Neufundland konnte sich dieses Jahr über eine Oster-Überraschung besonderer Art freuen.

Denn als die Bewohner des Dorfs an der kanadischen Ostküste vor einigen Tagen am Morgen aus ihren Fenstern blickten, mussten sie sich erstmal die Augen reiben: Über Nacht war ein gigantischer Eisberg aus der Arktis vor die Küste ihres Ortes getrieben.

"Der größte Eisberg, den ich jemals gesehen habe"

Das Fischerdorf ist gemeinhin als "Iceberg Alley" bekannt, was übersetzt so viel wie "Eisberg-Allee“ heißt. Grund dafür ist die Nähe zum Nordpol.

Zwischen Frühjahr und Herbst lösen sich dort Eisberge und treiben an der Küste von Neufundland und Labrador vorbei.

Kleine Eisberge die vor der Küste auftauchen, sind in Ferryland daher nichts Besonderes, zumindest für die Einwohner.

Einen dermaßen großen Brocken haben aber selbst sie noch nicht zu Gesicht bekommen.

(Die Aufnahmen des gigantische Eisbergs seht ihr im Video oben.)

Obwohl die meisten Eisberge an der Küste der "Eisberg-Alle“ vorbeiziehen, ist dieses Mega-Exemplar vor der Küste Ferrylands offenbar auf Grund gelaufen – und bewegt sich keinen Millimeter mehr.

Für das kleine Dorf ist der Gast aus der Arktis nicht nur eine Attraktion, sondern auch ein kleiner Geldsegen für die Gemeindekasse. Tausende Touristen sind bereits nach Ferryland gepilgert, um Fotos von dem Eisberg zu machen.

Auf einem ist sogar ein Helikopter zu sehen, der auf dem Eisplateau des Bergs gelandet und in Anbetracht der Eismassen fast nicht zu erkennen ist.

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"Es ist der größte Eisberg, den ich hier jemals gesehen habe“, sagte Adrian Kavanagh, der Bürgermeister Ferrylands der Zeitung "Canadian Press“.

Die globale Erwärmung könnte ein Rolle spielen

Bis zu 6000 kleinere und größere Eisschollen sollen allein dieses Jahr in den Nord-Atlantik gestürzt sein. Im Vorjahr waren es gerade mal 687 während der gesamten Saison. Experten schieben diesen Rekord den Auswirkungen der Erderwärmung zu.

"Wir waren nicht im Geringsten auf die Menschenmassen vorbereitet, denn auch für uns war der Berg ja eine totale Überraschung“, sagte der Bürgermeister. Doch inzwischen seien sie für den nächsten Touristen-Ansturm gerüstet.

Denn wie es scheint, könnten in den nächsten Wochen noch weitere monumentale Eisberge folgen.

"Wir haben bereits sechs weitere große Eisberge gesichtet. Wenn der Wind gut steht, werden sie ebenfalls an unserer Küste vorbeiziehen“, sagte Kavanagh.

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(lk)

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