Zwei Geheimpapiere zeigen, wie Putin mit Fake News die US-Wahl manipuliert hat

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  • Zwei Geheimpapiere im Besitz von US-Geheimdiensten setzen den russischen Präsidenten unter Druck
  • Sie zeigen, dass Strategien zur Manipulation der US-Präsidentschaftswahl in den obersten Rängen der Moskauer Regierung diskutiert wurden
  • Offenbar wurde Putin von Trumps Wahlsieg überrumpelt
  • Die wichtigsten Infos des Textes seht ihr zusammengefasst auch im Video oben

Der Verdacht, dass US-Präsident Donald Trump mit Hilfe des russischen Präsidenten Wladimir Putins an die Macht gekommen ist, wird durch einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters erhärtet.

Zwei Dokumente im Besitz amerikanischer Geheimdienste sollen demnach eine direkte Verbindung zwischen Putin und russischen Manipulationsversuchen der US-Präsidentschaftswahl in November 2016 herstellen, wie Reuters berichtet.

Der russische Präsident soll das Think-Tank gegründet haben

Die beiden Papier wurden 2016 von einem russischen Think-Tank in Moskau entwickelt. Das "Russische Institut für Strategische Studien" wird von hochrangigen Geheimdienstmitarbeitern im Ruhestand betrieben.

Auf seiner Website lässt es keinen Zweifel daran, wer in dieser Einrichtung die Zügel in der Hand hat. In der oberen, rechten Ecke prangt der Hinweis: "RISS-Gründer: der Präsident."

Das RISS hatte 2016 zwei Strategie-Papiere entworfen, wie US-Geheimdienstmitarbeiter Reuters berichteten. Beide Dokumente sind nicht an eine bestimmte Person adressiert, wurden aber in den obersten Rängen der russischen Regierung herumgereicht.

Das erste schlägt eine Propaganda-Kampagne über sozialen Medien und staatliche russische Fernsehsender und Nachrichtenagenturen vor. Die sollte US-Wähler überzeugen, einen Präsidenten zu wählen, der eine nachsichtigere Linie gegenüber Russland einschlagen würde: Donald Trump.

Wahlbetrug sollte Clinton schaden

Im Oktober verfasste der Think-Tank ein zweites Papier. Darin warnten dessen Mitarbeiter, dass ein Wahlsieg der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton wahrscheinlich sei. Sie schlugen daher vor, ihre Propaganda für Trump einzustellen, um sich bei ihren Angriffen auf das Wahlsystem der USA an sich zu konzentrieren.

Durch Berichte über Wahlbetrug sollte die Legitimitation des Amtes des US-Präsidenten und der Ruf Hillary Clintons untergraben werden.

"Putin hatte das Ziel die ganze Zeit im Sinn, und er beauftragte das Institut damit, ihm einen Leitplan zu entwickeln", sagte ein ehemaliger hochrangiger US-Geheimdienstmitarbeiter Reuters. Die zitierten Geheimdienstmitarbeiter gaben an, dass die Papiere "zentral" für den Vorwurf der Obama-Regierung gegenüber Putin seien.

Nach Angaben von Reuters reagierten weder Putins Sprecher noch das RISS auf Anfragen.

Russland dürfte Kampagne gegen Hillary Clinton bereuen

Wie das zweite Papier nahelegt, wurde die russische Regierung von Trumps Wahlsieg überrascht. Inzwischen dürfte die russische Regierung ihre Kampagne gegen Hillary Clinton bereuen. Trumps Regierung verfolgt in der Ukraine, Syrien und Nordkorea ein weit aggressivere Politik als die Obama-Administration.

Putins Sprecher Dmitri Peskow sagte im Februar, es gebe im Verhältnis beider Länder derzeit "viele Probleme". Erst am Montag bezeichnete das russische Staatsfernsehen Trump als "gefährlicher als Kim Jong Un".

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