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Teuerstes Wasser Hamburgs? Streit zwischen Til Schweiger und der "Hamburger Morgenpost" eskaliert

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Es war eine Nachricht, die für Aufsehen sorgte: Im Restaurant des Schauspielers Til Schweiger wurde angeblich das teuerste Wasser Hamburgs angeboten.

4,20 Euro kostete der Liter Wasser aus dem Hahn im "Barefood Deli". Die Lokalzeitung "Hamburger Morgenpost" behauptete, dass es sich dabei um das teuerste Wasser Hamburgs handele.

Schweiger wollte diese Behauptung nicht hinnehmen und erwirkte eine Gegendarstellung.

Schweiger stellte fest: "Ich verkaufe nicht das teuerste Leitungswasser Hamburgs". Er konnte wohl nachweisen, dass andere Restaurants in Hamburg noch mehr für Leitungswasser berechnen.

Speisekarte um einen Hinweis ergänzt

Die Macher der "Mopo" wollten das aber nicht auf sich sitzen lassen - und druckten die Gegendarstellung auf ihrer Titelseite ab, samt eines hämischen Kommentars. Dort hieß es an Schweiger gerichtet:

mopo

"Sie haben recht. Sie verkaufen in Ihrem Restaurant nicht Hamburgs teuerstes Leitungswasser. Sie verlangen nur 4,20 Euro für einen Liter Wasser aus dem Hahn, der eigentlich 0,4 Cent kostet. Aber immerhin: Nach unserer Berichterstattung haben Sie Ihre Speisekarte um den Hinweis ergänzt: 'Fein gefiltertes Hamburger Trinkwasser'. Das ist schon mal ein Fortschritt."

Dass Schweiger das auf sich sitzen lässt, ist unwahrscheinlich. Denn wie der Medien-Branchendienst "Meedia" mutmaßt, handelt es sich "bei der Titelseite möglicherweise um eine 'Herabwürdigung' der Gegendarstellung. Sollte das so sein, könnte der Schauspieler und Regisseur dagegen wiederum vorgehen."

Vielleicht bekommt die "Mopo" bald erneut Post von seinem Anwalt.

Aufmerksamkeit hat die "Mopo" aber mit ihrer Aktion auf jeden Fall bekommen. "Til Schweigers Eigentor - mit hoher Treffsicherheit! Nach glänzender Vorlage der Hamburger @mopo", kommentierte der "Stern"-Herausgeber Andreas Petzold.

Der Streit könnte am Ende dem Image des Schauspielers mehr schaden, als dem der Zeitung, glaubt "Meedia".

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(ujo)