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"War vorab nicht informiert": Petrys Rückzieher trifft die AfD völlig unvorbereitet

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Jörg Meuthen reagierte mit Erleichtung auf Frauke Petrys Rückszug | ODD ANDERSEN via Getty Images
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  • Frauke Petrys Rückzieher von der AfD-Spitzenkandidatur trifft die Partei unvorbereitet
  • Auf Facebook reagierten ihre Anhänger schockiert
  • Der Co-Vorsitzende Meuthen zeigte eher Erleichterung

Die AfD-Sprecherin Frauke Petry hat ihren Rückzieher von der Spitzenkandidatur offenbar nicht mit der Partei abgesprochen. Petrys Entscheidung wenige Tage vor dem Bundesparteitag an diesem Wochenende in Köln traf die große Mehrheit ihrer Parteifreunde unvorbereitet. "Ich war vorab nicht informiert", sagte der Co-Vorsitzende Jörg Meuthen.

Zwischen Entsetzen und Respekt

Die Reaktionen auf Petrys Facebook-Seite reichten am Mittwoch von Entsetzen und Respekt bis hin zu Kritik und Häme. Unterstützer der Parteichefin stellten klar, dass Petry trotz ihres Verzichts weiterhin Spitzenkandidatin der sächsischen AfD für den Bundestag bleibe und damit auch noch Fraktionschefin werden könne.

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Der Co-Vorsitzende Meuthen räumte ein, dass mit dem Rückzug Petrys ein Streitthema des Parteitags potenziell abgeräumt sei. Hätte sie eine alleinige Spitzenkandidatur angestrebt, "wäre das sehr konfliktär gewesen".

Die Frage nach dem Fraktionsvorsitz ist noch offen

AfD-Bundesvorstandsmitglied Dirk Driesang, der Petrys Antrag unterstützt hatte, lobte sie für ihren Verzicht. Er sagte: "Sie nimmt sich erst einmal als Person zurück, damit die Partei diese wichtige inhaltliche Debatte jetzt führen kann." Als Anfang vom Ende Petrys als "Gesicht der AfD" sei dieser Schritt keineswegs zu verstehen. "Sie bleibt ja Parteivorsitzende", betonte Driesang.

Vorstandsmitglied André Poggenburg sagte: "Ich finde es schade, weil ich Frauke Petry als wichtige Figur in einem Spitzenteam gesehen hätte." Ob Petry nun noch Chefin einer künftigen Bundestagsfraktion der AfD werden könne, "diese Frage ist noch völlig offen", sagte der Vorsitzende der Magdeburger AfD-Landtagsfraktion.

Poggenburg wird dem rechten AfD-Flügel zugerechnet. Er steht dem umstrittenen Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke nahe, einem scharfen Gegner von Petry.

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(lp)