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18/04/2017 14:02 CEST | Aktualisiert 29/05/2017 11:41 CEST

Hochzeitssuppe kochen, so geht's - und das sind die regionalen Unterschiede

Halfpoint via Getty Images
Die Brautleute teilen sich einen Teller Hochzeitssuppe als Symbol für ihr künftiges gemeinsames Leben.

  • Die Basis für eine klassische Hochzeitssuppe bildet eine klare Brühe

  • Verschiedene Suppeneinlagen machen aus der Hochzeitssuppe eine regionale Spezialität

  • Welche Symbolik die Hochzeitssuppe hat/strong>

Die Hochzeitssuppe ist ein traditionelles Hochzeitsessen mit althergebrachtem Symbolwert. Es ist zum Beispiel Brauch, dass sich die Brautleute einen Teller Suppe teilen.

Dabei steht die Suppe stellvertretend für das zukünftige Leben, das Braut und Bräutigam nun gemeinsam miteinander verbringen werden. Die kräftige Brühe soll dabei Kraft für den weiteren Lebensweg schenken.

Es hat im Brauchtum sogar eine Bedeutung, wer zuerst seinen Löffel in die Hochzeitssuppe taucht. Denn wer als Erstes isst, soll zukünftig das Sagen haben. Beginnen jedoch beide gleichzeitig mit dem Essen, steht dem Paar eine glückliche und lange Ehe bevor.

Neben dieser symbolischen Bedeutung für die Ehe ist die Hochzeitssuppe auch ein Zeichen für Heimat und regionale Verwurzelung. Jeder Landstrich hat nämlich seine eigene Zusammenstellung an Suppeneinlagen, die aus dem Festgericht eine typische Spezialität der jeweiligen Region machen.

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Eine gute Brühe als Basis für die Hochzeitssuppe - so kocht ihr sie selbst

Zu einer schmackhaften Hochzeitssuppe gehören eine Rinder- und eine Hühnerbrühe, die getrennt voneinander zubereitet und am Ende miteinander vermischt werden.

Für etwa zehn Personen werden drei Bund Suppengrün, zwei Zwiebeln, ein Huhn, ein Kilogramm Suppenfleisch und acht Markknochen vom Rind benötigt.

Bei der Zubereitung der Suppe wird zunächst das Suppengrün geputzt und grob gewürfelt. Die Zwiebeln werden halbiert und auf der Schnittseite geröstet. Ebenso wird das für die Einlage vorgesehene Gemüse gewaschen, geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten.

Das Gemüse wird dann zusammen mit dem Suppengrün und den Zwiebeln auf zwei Töpfe verteilt und mit kaltem Wasser bedeckt. Dazu kommen noch je zwei Lorbeerblätter, Pfeffer und Salz.

Aus den Markknochen wird das Mark gekratzt, das für die Markklößchen zur Seite gestellt wird. Nun kommt das Huhn in den einen Topf – Knochen und Suppenfleisch wandern in den anderen Topf.

Bei niedriger Temperatur köchelt die Rinderbrühe offen vier Stunden und die Hühnerbrühe zwei Stunden lang. Abschließend werden die Brühen durch ein feines Tuch gegossen und miteinander vermischt.

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Traditionelle Einlagen für die Hochzeitssuppe – regional und international

Es gibt für das traditionelle Hochzeitsgericht eine Vielzahl unterschiedlicher Suppeneinlagen, die von Region zu Region stark variieren. Typisch sind zum Beispiel Markklößchen, Pfannkuchenstreifen (Flädle), Rind- und Hühnerfleisch, Eierstich, Spargel, Backerbsen, Fleischklößchen, Brätknödel und Nudeln.

Als regionale Besonderheiten sind auch Rosinen, Maultaschenstreifen, Blumenkohl, Kohlrabi, Möhren oder Grießklößchen übliche Zutaten in der Hochzeitssuppe.

Die Hadler Hochzeitssuppe aus dem nördlichen Niedersachsen enthält zum Beispiel Reis und wird gemeinsam mit Rosinenstuten serviert. In der bayerischen Variante sind zudem häufig Biskuitrauten zu finden.

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In anderen Ländern gibt es internationale Versionen der Hochzeitssuppe. Die türkische Variante Düğün Çorbasi etwa ist eine gebundene Rinder- oder Lammbrühe mit Ei, Zitrone und Paprikapulver.

Die israelische Hochzeitssuppe wiederum wird mit Huhn, Gemüse und Mehlklößchen zubereitet. Am Ende gilt jedoch stets: Der Geschmack bestimmt, was drin ist.

(cho)

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