Noch einmal Große Koalition? CDU-Politiker Spahn erteilt der SPD eine Abfuhr

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JENS SPAHN
GroKo: CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn erteilt der SPD eine Abfuhr | Kai Pfaffenbach / Reuters
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  • CDU-Politiker Jens Spahn will das Ende der großen Koalition
  • Auch mit der AfD oder den Linken will Spahn keine Bündnis eingehen
  • Eine Zusammenarbeit mit der FDP sei hingegen denkbar

Der Koalitions-Poker geht in die nächste Runde: CDU-Politiker Jens Spahn zeigt der SPD die kalte Schulter und spricht sich gegen eine Fortsetzung der großen Koalition aus. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sagte Spahn, eine Koalition mit der SPD sei "nicht ideal.“ Er sehe "nicht, welche großen, neuen Ideen da entstehen sollten".

Auch ein Zusammenspannen mit der AfD oder den Linken schloss Spahn aus. Diese bezeichnete er gegenüber der "FAZ" als "Spalter am rechten und am linken Rand“.

Zugleich warf er der SPD vor, hier weniger klar zu sein und sich nicht deutlich abzugrenzen. "Ich würde mir so eine Klarheit auch von der SPD wünschen", sagte er.

Für ein Ende der großen Koalition brauche es eine starke Union

Avancen machte der CDU-Mann hingegen in Richtung der FDP. Inhaltlich stünden diese der Union am nächsten. "Das wäre auch mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung eine gute Konstellation, wir könnten endlich Steuern gemeinsam so senken, wie wir das vor acht Jahren schon mal wollten", sagte Spahn.

Deswegen müssten CDU und CSU so stark werden, dass sie jenseits der großen Koalition mit zwei Partnern eine Regierung bilden könnten, betonte Spahn gegenüber der Zeitung.

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(ll)

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