"Kurz vor völligem Zusammenbruch": Prinz Harry bricht in Interview mit Tradition des Königshauses

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Prinz Harry hat ein überraschend offenherziges Interview gegeben. | dpa
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Der britische Prinz Harry hat mit einer Tradition des Königshauses gebrochen und offen über psychische Probleme nach dem Unfalltod seiner Mutter vor fast 20 Jahren gesprochen.

Er habe psychologische Beratung benötigt und sei seit dem Tod von Prinzessin Diana 1997 mehrfach einem "völligen Zusammenbruch sehr nahe" gewesen, sagte der 32-Jährige in einem am Montag veröffentlichten, bemerkenswert offenherzigen Interview mit der Zeitung "The Daily Telegraph".

"All meine Gefühle stillgelegt"

Fast 20 Jahre lang habe er "all seine Gefühle stillgelegt", sagte Prinz Harry dem Blatt. Zwei Jahre habe er wegen seiner Unfähigkeit, mit seinem Kummer umzugehen, "totales Chaos" durchlitten.

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Erst mit 28 Jahren habe er professionelle Hilfe in Anspruch genommen, nachdem andere ihn dazu ermutigt hätten.

Harry hat bisher nie öffentlich über seine Probleme bei der Verarbeitung des Todes seiner Mutter gesprochen. Als Folge seiner Therapie unterstützt er inzwischen eine Wohltätigkeitsorganisation, die sich für psychisch Kranke einsetzt.

Harry und William vergeben Preis zu Ehren ihrer Mutter

Harry und sein Bruder William erinnern regelmäßig in Interviews und Aktionen an ihre Mutter und ihr gesellschaftliches Engagement. Die beiden werden am 18. Mai auch den neu eingeführten Legacy Award, der von der Diana Award Wohltätigkeitsorganisation verliehen wird, persönlich überreichen.

Ausgezeichnet werden 20 außergewöhnliche, junge Menschen aus der ganzen Welt, die sich durch ihre Freundlichkeit, ihr Mitgefühl und ihre Hilfsbereitschaft für den Preis empfohlen haben.

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(ben)

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