Trumps größter Fan auf Twitter enttarnt - wer es ist, kann dem US-Präsidenten nicht gefallen

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Wie sich jetzt herausstellt, sind ein großer Teil von Trumps Followern auf Twitter anonyme und dubiose Accounts.

Wie eine Analyse der 27 Millionen Twitter-Follower von @RealDonaldTrump durch das US-Magazin "Bloomberg Businessweek" ergab, sind 28 Prozent seiner Abonnenten "Eier". Sie haben also kein Profilbild - stattdessen zeigt Twitter die Grundeinstellung, ein Bild eines Eis (siehe auch Video oben).

Größter Trump-Fan ist ein Bot

Twitter hatte das Eierbild Anfang dieses Monats abgeschafft, weil es zum Synonym von Trollen und Mobbing geworden war.

"Bloomberg" enttarnte im Zuge seiner Recherchen auch Trumps treuesten und begeistertsten Follower. Allerdings wird seine Identität dem Präsidenten eher nicht gefallen: Denn es ist ein Roboter-Account.

@Trump2016_Fan nennt sich der Account, der 2016 mehr als 18.000 Tweets abgesetzt hat - die meisten davon waren Unterstützungs-Tweets für den Präsidenten. Der Account scheint automatisiert und antworte nicht auf eine Interview-Anfrage.

In einem kürzlich abgesetzten Tweet schreibt @Trump2016_Fan: "HÖRT EUCH DAS AN: 83 Prozent der WÄHLER IN DEN USA wollen eine MAUER!!! DARUM BRAUCHEN WIR @realDonaldTrump!"

Die Wahrheit ist: Laut einer Umfrage vom Februar lehnen 62 Prozent der Amerikaner Trumps Mauer ab.

Bots gehören zum Alltag bei Twitter

Alexander Taub, Mitgründer des Unternehmens Social Rank, das "Bloomberg" bei der Datenanalyse half, sagt, dass das Ergbnis der Recherche keineswegs überraschend sei. Beliebte Twitteraccounts, wie der von Trump, würden dubiose und falsche Follower anziehen. Auch Bots gehörten zum Alltag bei Twitter.

Für Trump, der sich mit der Größe seiner Anhängerschaft brüstet, ist es durchaus eine relevante Information, wie viele seiner Follower anonym sind. Außerdem helfen die Bots und die "Eier"-Accounts dabei, Trumps Botschaften zu verbreiten.

Und Trumps Tweets haben reale politische Auswirkungen, wie die vergangenen Monate zeigen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der US-Ausgabe der Huffington Post und wurde von Benjamin Reuter übersetzt.

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(ll)