Experten warnen vor Schwimmhilfen für Babys: Auf diesen gefährlichen Trend sollten Eltern verzichten

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Baby mit Schwimmring im Pool | sta
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Für viele Eltern mag es attraktiv erscheinen, ihr Baby mit ins Schwimmbad zu nehmen und es dort mit einem aufblasbaren Ring ins Wasser zu setzen. Experten warnen nun aber eindringlich davor.

Sie sehen vor allem Gefahren für die physische, neurologische und emotionale Entwicklung der Kinder. Unter anderem raten jetzt der Bund der Schwimmlehrer in Großbritannien (STA) und die Non-Profit-Organisation Birthlight, die sich für das Wohl von Kindern einsetzt, von den Schwimmringen ab.

Das sind laut den Experten die mit Schwimmringen verbundenen Gefahren:

1. "Der Schwimmring erzeugt eine Art Vakuum für das Baby, in dem es sich wie geköpft vorkommt", schreibt ein Schwimmlehrer. Es fühlt sich für das Baby so an, als könnte es mit niemandem mehr Kontakt aufnehmen.

2. Außerdem sei die Bewegungsfreiheit der Babies eingeschränkt.

3. Die NGO Birthlight warnt: "Wenn Babies vertikal im Wasser hängen und nur von einem Schwimmring gestützt werden, könnte das die empfindlichen Wirbel im Hals, die Bänder und die Muskeln schädigen. Vor allem bei Babies unter fünf Monaten ist Vorsicht geboten."

4. Bei Babies, die mehr als drei Monate alt sind, kann der Schwimmring die Reflexe stören, die das Baby aufsitzen lassen. Um sich aufzurichten, ist viel Kraft nötig - der Schwimmring behindert diesen natürlichen Reflex.

5. Außerdem, so warnen die Experten, machen die Schwimmringe die Babies "passiv" - sie profitieren nicht von der Bewegungsfreiheit im Wasser.

Generell raten die Experten davon ab, Babies zu früh allein in Swimmingpools zu setzen. "Das ist nicht das, was sie physisch und emotional brauchen." Vielmehr bräuchten die Babies Kontakt mit den Eltern im Wasser, so dass sie sich sicher fühlen.

Dieser Text erschien zuerst bei der britischen Ausgabe der Huffington Post und wurde von Benjamin Reuter aus dem Englischen übersetzt.

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(lk)