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Jürgen Todenhöfer wünscht Erdogan "Kraft, Gerechtigkeit, Güte und Pflichtgefühl"

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TODENHFER
Der Publizist Jürgen Todenhöfer in der Sendung von Anne Will | ullstein bild via Getty Images
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  • Der Journalist Jürgen Todenhöfer hat sich nach dem Türkei-Referendum zu Wort gemeldet
  • Er rief dazu auf, dass Ergebnis zu respektieren
  • Die Vorwürfe der Wahlmanipulation ließ er unerwähnt

Der Journalist Jürgen Todenhöfer hat sich zum Türkei-Referendum geäußert. Er rief dazu auf, die Entscheidung des türkischen Volkes zu respektieren.

Ob das neue türkische Präsidialsystem radikaler sein werde als das amerikanische, gegen das noch nie protestiert worden sei, werde sich zeigen, schreibt er auf Facebook. Todenhöfer wünschte Erdogan "Kraft, Gerechtigkeit, Güte und Pflichtgefühl. Und Größe gegenüber seinen Kritikern und Gegnern."

Todenhöfer erwähnt Vorwürfe der Wahlmanipulation nicht

Todenhöfer ging nicht auf die Vorwürfe der Wahlmanipulation ein, die von türkischen Oppositionsparteien laut wurden. Er verlor auch kein Wort über die massiven Repressalien, denen die "Nein"-Kampagne im Vorfeld des Referendums ausgesetzt war.

Er erinnerte auch nicht an die Einschränkungen der Pressefreiheit in der Türkei und den gefangenen "Welt"-Journalisten Deniz Yücel.

Todenhöfer blendet all diese Tatsachen einfach aus - umso leichter fällt es ihm, einem autoritären Herrscher viel Kraft zu wünschen. Auf die Oppositionellen und die Demokraten in der Türkei muss dieser Wunsch wie Hohn wirken.

Mehr zum Thema: Experte zum Referendum: Darum verbreitet die Erdogan-nahe Agentur bewusst ein falsches Ergebnis

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(ben)